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1911_41_Psychische-Belastung
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Zahl des Monats November 2019 - Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung

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Durch die Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz (§ 5) sollen frühzeitig arbeitsbedingte psychische Belastungen ermittelt und reduziert werden. Befragt nach den beurteilten Gefährdungsarten zeigt sich allerdings, dass nur 41 Prozent aller Betriebe derartige psychische Belastungen bei der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt haben. Und: Die Wahrscheinlichkeit der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung steigt deutlich mit der Betriebsgröße.

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Datengrundlage: Betriebsbefragung der GDA-Dachevaluation 2013–2018, (Eigene Darstellung)

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Informationsdefizite, fehlende Ressourcen und die augenscheinliche Komplexität des Themas scheinen insbesondere für Klein- und Kleinstbetriebe Hemmschwellen zu sein, um arbeitsbedingte psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen. Dabei verfügen gerade diese Betriebe über Rahmenbedingungen, die für die Beurteilung dieser Belastungen vorteilhaft sind, wie z. B. flache Hierarchien, kurze, einfache Kommunikationswege, häufig „familiäre“ Belegschaftsstrukturen, in denen offen miteinander gesprochen werden kann. Diese Faktoren können hilfreich sein, um Veränderungen der Arbeitsbedingungen einfacher einzuleiten und umzusetzen.

Um Klein- und Kleinstbetriebe bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung zu unterstützen, hat das LIA.nrw das Handbuch „Besprechungen kreativ nutzen. Arbeit gesund gestalten mit der Methode der Moderierten Gruppendiskussion“ entwickelt. Es beschreibt, wie in „Eigenregie“, ohne hohen Aufwand und unter Beteiligung der Beschäftigten arbeitsbedingte psychische Belastungen im Rahmen von Arbeitsbesprechungen erhoben und beurteilt werden können. Außerdem sind eine Vielzahl von Arbeitshilfen, z. B. eine Mustereinladung, Tipps für die Moderation und Dokumentationstabellen, enthalten. Das Handbuch kann beim LIA.nrw vorbestellt werden.

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