2101__24-Homeoffice
© LIA.nrw

Zahl des Monats Februar 2021 – Homeoffice

24

24 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland haben Ende letzten Monats vorwiegend oder ausschließlich von zuhause gearbeitet1. Damit ist die Homeofficenutzung im Zuge der neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung erheblich gestiegen. Knapp fünf Prozent der Beschäftigten arbeiteten allerdings weiterhin vorwiegend vor Ort, obwohl sie ihre Präsenzarbeit eigentlich gerne weiter reduzieren wollten und ihre Tätigkeit nach eigener Auskunft für Homeoffice geeignet ist.

Die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice kann je nach Art der Tätigkeit und Lebenssituation eine Herausforderung sein – sowohl für Betriebe als auch für Beschäftigte. Nicht immer spielt die Technik mit – teils ist auch kein passender Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden der Beschäftigten vorhanden. Auch Kinder oder Angehörige müssen weiterhin versorgt werden. Durch die Vermischung der Lebenswelten fällt das Abschalten nach Feierabend merklich schwerer. Und vielen fehlen der persönliche Austausch und die unkomplizierte Kommunikation vor Ort. Dennoch leistet die Reduzierung von Präsenzkontakten auf dem Arbeitsweg und im Betrieb durch die Arbeit im Homeoffice einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung.

Die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundesarbeitsministeriums beinhaltet neben weiteren Maßnahmen zum Infektionsschutz am Arbeitsplatz auch eine befristete Pflicht, Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause anzubieten. Dies gilt, wenn es sich bei der Beschäftigung um eine Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten handelt und keine zwingenden betriebsbedingten Gründe dem Homeoffice entgegenstehen. Die aktuelle Corona-Arbeitsschutzverordnung ist bis zum 15. März 2021 in Kraft.

Zusammenhalt und Austausch stärken

Trotz verschiedener Widrigkeiten kann Homeoffice gut funktionieren. Ganz besonders wichtig für ein gutes Gelingen der virtuellen Zusammenarbeit ist gegenseitiges Vertrauen. Um dieses auf- und auszubauen, sollten sich Führungskräfte und Beschäftigte regelmäßig austauschen, sei es über eine Telefonkonferenz oder bei einer Kaffeepause über ein Videotool. Auch wenn es mal nicht ganz so rund läuft, hilft ein offenes Ohr häufig schon weiter. Herausforderungen gemeinsam im Team zu besprechen, ist häufig einfacher und zielführender als allein zu grübeln. Auf unserer Themenseite Homeoffice finden Sie weitere Tipps, wie die Arbeit erfolgreich und gesund von zu Hause aus erledigt werden kann.

Arbeitszeit im Blick behalten

Obwohl der Weg ins Büro entfällt, sollte die gewonnene Zeit nicht für Überstunden genutzt werden. Auf die eigene Arbeitszeit zu achten und sich selbst Pausen zu gönnen, ist wichtig, denn ohne Erholung sind wir alle weniger leistungsfähig. Erholung sieht für jeden Menschen anders aus, manche schalten beim Sport ab, andere entspannen beim kreativ sein oder probieren neue Rezepte aus. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft in der Mittagspause ist eine gute Idee, um den Kopf frei zu bekommen. Rituale wie das Aufräumen des Schreibtischs oder das Ausschalten des Diensthandys können helfen, den Feierabend auch gedanklich einzuläuten.
Mehr zum Thema Erholung in LIA.praxis 1 „Richtig erholen – zufriedener arbeiten – gesünder leben. Erholung und Arbeit im Gleichgewicht. Ein Leitfaden für Beschäftigte“.

Diese Übung lockert Wirbelsäule und Rückenmuskulatur. Verspannungen werden gelöst. Durch die Kombination aus gleichmäßiger Bewegung und ruhigen Atemzügen kommen die Gedanken zur Ruhe. Führen Sie die Übung so lange aus, wie Sie Zeit haben oder wie sie Ihnen gut tut.

So geht’s: Setzen Sie sich mit gekreuzten Beinen auf eine Matte oder mit geöffneten Knien auf einen Stuhl, die Hände werden auf den Knien abgelegt. Im Stehen können Sie die Übung mit leicht gebeugten Beinen durchführen; dabei sollten die Hüften mit den Händen fixiert werden. Sitzen oder stehen Sie gerade und lassen Sie die Schultern locker nach unten fallen. Schließen Sie nun die Augen und machen Sie große, weite Kreise mit Ihrem Oberkörper aus der Hüfte heraus. Wenn Sie  nach vorne kommen,  atmen Sie durch die Nase ein und strecken die Brust raus. Wenn Sie nach hinten kommen, atmen Sie aus und ziehen die Brust ein. Halten Sie den Kopf aufrecht in der Verlängerung der Wirbelsäule und stellen Sie sich vor, mit dem Kinn einen großen Kreis zu zeichnen. Das Ein- und Ausatmen sollte in etwa gleich lang dauern. Wechseln Sie nach einiger Zeit die Richtung.

KomNet Frage-Antwort-Dialoge zum Thema Homeoffice