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Zahl des Monats März 2021 – Betriebliche Gesundheitsförderung

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Rund 59 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen gaben bei der Beschäftigtenbefragung NRW an, Angebote zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) zu nutzen. Die Maßnahmen können beispielsweise freiwillige Gesundheitschecks und Vorsorgen, Förderung gesunder Ernährung oder körperlicher Aktivitäten umfassen und so zur Erhaltung sowie Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Beschäftigten beitragen. Aktuell sind Betriebe, die sich für die Gesundheit ihrer Beschäftigten engagieren, allerdings mit vielen Herausforderungen konfrontiert.

Pandemiebedingt sind neue Wege bei der betrieblichen Gesundheitsförderung gefragt, denn viele Präventionsmaßnahmen können nicht mehr als Kurse an Ort und Stelle angeboten werden. Zusätzlich ist das „B“ in BGF beispielsweise durch Homeoffice weniger präsent. Was also tun, um die Beschäftigten weiterhin/trotzdem zum Mitmachen anzuregen? Gezielte digitale Gesundheitsförderungsangebote oder Maßnahmen wie virtuelle aktive Pausen sind mögliche Alternativen.

Über drei Viertel der Befragten gaben bei der Beschäftigtenbefragung NRW an, dass betriebliche Gesundheitsförderung in ihrem Betrieb generell angeboten wird. In größeren Betrieben ist dies häufiger der Fall als in kleineren Betrieben. KMUs haben neben kürzeren Kommunikations- und Entscheidungswegen aber den Vorteil, bei der Maßnahmenplanung individueller auf die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingehen zu können. Damit sich KMUs aller Branchen zu individuellen Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung und dessen Umsetzung informieren können, wurde das Onlineportal „BGF-Koordinierungsstelle“ der gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der Umsetzung des Präventionsgesetzes eingerichtet. Bei diesem kostenlosen Angebot können sich Unternehmen von Expertinnen und Experten beraten und bei der betrieblichen Umsetzung unterstützen lassen.

Maßnahmen für die psychische Gesundheit mitdenken

Insbesondere jetzt sind Angebote wichtig, welche die seelische Gesundheit der Beschäftigten stärken und fördern. Allerdings zeigen die Daten, dass BGF-Maßnahmen zur Suchprävention sowie Stressbewältigung und Entspannung bislang vergleichsweise selten von den nordrhein-westfälischen Betrieben angeboten wurden. Beispielhafte Anregungen zur Erholung und Entspannung haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Job + x
Handlungsbedarfe bestehen insbesondere bei Beschäftigten mit Mehrfachbelastungen, die beispielsweise neben dem Beruf Angehörige pflegen oder Kinder versorgen. Im digitalen Fachgespräch „Seelische Gesundheit von erwerbstätigen Eltern“ der Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention NRW wurden deshalb Ideen für eine gesunde und familienorientierte Betriebskultur gesammelt.

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