2108_400_sonnenbrillen
© LIA.nrw

Zahl des Monats August 2021 – Sonnenbrillen

400

Im Urlaub, beim Sport oder auf der Straße: Nicht nur im Sommer helfen uns Sonnenbrillen bei besserer Sicht. Vor dem Kauf sollte die Brille jedoch kontrolliert werden, damit sie nicht mehr Schaden anrichtet als verhindert: Auf dem Etikett oder dem Rahmen sollte vermerkt sein, dass sie schädliche UV-Strahlung mit einer Wellenlänge unterhalb von 400 Nanometern (nm) herausfiltert. Aber warum ist dies so wichtig?

Unsere Haut schützen wir mit Schatten, Kleidung oder Sonnencreme. Leider vergessen viele Menschen, dass auch ihre Augen sehr empfindlich sind und starkes Sonnenlicht nicht gut vertragen. Dies ist nicht nur bei wolkenlosem Himmel im Sommer der Fall, sondern auch bei Schnee, Wolken und in großen Höhen.

Licht ist der sichtbare Teil elektromagnetischer Strahlung innerhalb eines bestimmten Wellenlängenspektrums (optische Strahlung). Oberhalb dieses Wellenlängenspektrums sprechen wir von infrarotem, darunter von ultraviolettem Licht (UV). Die Grenzwellenlänge zum UV Licht befindet sich bei einer Wellenlänge von 400 nm. Die meisten Menschen können Wellenlängen zwischen circa 400 nm und 780 nm mit dem Auge wahrnehmen.

Wenn es sehr hell ist, zieht sich die Pupille im Auge zusammen  ̶  wenn es dunkel ist, weitet sie sich. So gelangt die optimale Lichtmenge ins Auge. Eine getönte Sonnenbrille kann den Augen vortäuschen, dass es dunkel ist. Deshalb weiten sich die Pupillen und mehr optische Strahlung gelangt ins Auge. Filtert eine Sonnenbrille die für das menschliche Auge unsichtbare UV-Strahlung jedoch nicht heraus, gelangt zu viel der schädlichen Strahlung in die Augen. Die Einwirkung von UV-Licht auf die Augen kann Entzündung der Hornhaut (Photokeratitis), Entzündung der Bindehaut (Photokonjunktivitis) und grauen Star (Katarakt) zur Folge haben.

Vergewissern Sie sich daher vor dem Kauf einer Sonnenbrille, dass diese das schädliche UV-Licht mit einer Wellenlänge unterhalb von 400 nm herausfiltert. Bezeichnungen wie „UV 400“ oder „100 UV-Schutz“ sind Indizien, leider sind diese Kennzeichnungen jedoch häufig zu Unrecht angebracht und daher keine Garantie für ausreichenden UV-Schutz. Wer sicher gehen will, sollte die eigene Brille im Fachgeschäft mit einem Photometer prüfen lassen. Zusätzlich muss die Brille, die Verpackung oder der Beipackzettel mit der CE-Kennzeichnung versehen sein. Damit bestätigt die Herstellerin oder der Hersteller, dass die Brille den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen genügt und die Augen hinreichend schützt.

Weitere Informationen