Inhaltsbereich
Presse
© svort - Fotolia.com

20.09.18

Kontrollen von ASV und Zoll

Viele Betriebe verstoßen gegen Arbeitsschutzvorschriften

Zwei Tage lang haben die Arbeitsschutzverwaltung NRW (ASV) und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 410 Baubetriebe in ganz NRW auf Verstöße bei der Arbeitssicherheit, Schwarzarbeit oder beim Mindestlohn kontrolliert. In 80% der Fälle stellten die Arbeitsschützerinnen und -schützer Mängel fest. Die waren bei einigen Unternehmen so gravierend, dass die Weiterarbeit untersagt wurde. In 34 Fällen hat der Zoll Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Im Fokus der gemeinsamen Kontrollaktion von Zoll und Arbeitsschutzverwaltung standen Betriebe des Baugewerbes mit Schwerpunkt Trocken und Montagearbeiten. Insgesamt 40 Baustellenkontrolleurinnen und -kontrolleure sowie über 500 Beschäftigte des Zolls, sahen sich bei der zweitägigen Aktion auf den Baustellen von 410 Betrieben um. In 329 Fällen konnten Mängel festgestellt werden. Vor allem Gerüste und Absturzsicherungen entsprachen oft nicht den Anforderungen an sichere Arbeitsbedingungen. Bei einigen der geprüften Betriebe waren die Verstöße so gravierend, dass die Arbeit eingestellt werden musste.

Auch bei der Beschäftigung von Arbeitnehmern gibt es Nachholbedarf. Im Anschluss an die Kontrolle geht der Zoll 700 Hinweisen auf Verstöße nach, darunter Mindestlohnunterschreitung, Verstößen gegen sozialversicherungsrechtliche Meldepflichten oder Leistungsmissbrauch. In 34 Fällen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet. Mehr Informationen zur Kontrollaktion hat das Ministerium für Arbeit Gesundheit und Soziales NRW in einer Pressemeldung zusammengefasst.