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Dr. Kai Seiler im Bundestagsausschuss

Schutz der Beschäftigten ist oberstes Gebot bei der Gestaltung von Arbeitszeit

Dr. Kai Seiler, Präsident des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.nrw), war als Sachverständiger in der öffentlichen Anhörung des Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags zum Thema „Flexiblere Arbeitszeiten“ geladen. Er berichtete dort über arbeitswissenschaftliche und arbeitsmedizinische Erkenntnisse zum Thema Arbeitszeit.

Dr. Kai Seiler machte gegenüber dem Bundestagsausschuss „Arbeit und Soziales“ am Montag, 25. Juni 2018 deutlich, dass lange Arbeitszeiten bereits ab der 9. Stunde nachweisbar die Unfallzahlen erhöhen. Außerdem können sie zu Gesundheitsbeeinträchtigungen führen, insbesondere wenn eine Kürzung der Ruhezeit zu einem Aufschaukeln von ungünstigen Belastungskonstellationen führt. Bezüglich der Risiken einer zusätzlichen Kürzung von Ruhezeiten betonte Dr. Seiler, dass nicht Abschalten können, insbesondere durch Unterbrechungen der Ruhezeiten (z. B. eine dienstliche E-Mail) die notwendige Erholung beeinträchtigen kann.

Der Ausschuss hatte Dr. Seiler zur öffentlichen Anhörung „Änderung des Arbeitszeitgesetzes“, die sich mit einem Gesetzentwurf der FDP Fraktion zur Flexibilisierung der Arbeitszeit beschäftigte, als Sachverständigen geladen. Den Abgeordneten wurde zuvor eine Stellungnahme mit arbeitswissenschaftlichen und arbeitsmedizinischen Erkenntnissen zum Thema Arbeitszeit übersandt. Im Rahmen der öffentlichen Anhörung hatten die Abgeordneten die Möglichkeit, die geladenen Sachverständigen zum Antragsthema zu befragen.

Mehr zur Anhörung des Bundestagsausschuss „Arbeit und Soziales“ zum Thema „Änderung des Arbeitszeitgesetzes“ am 25.06.2018