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01.12.2018

BAuA und WSI veröffentlichen Studienergebnisse

Arbeitszeit - zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Sowohl die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) als auch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans Böckler Stiftung (WSI) haben in dieser Woche Publikationen zum Thema Arbeitszeit veröffentlicht. Die BAuA beschäftigt sich mit der gewünschten und realen Arbeitszeit der Beschäftigten, beim WSI geht es um die Erreichbarkeit nach Feierabend und wie sich dies auf die Partnerschaft auswirkt.

Fast die Hälfte der abhängig Beschäftigten würde gerne weniger oder die vertraglich vereinbarte Zeit arbeiten. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten: In der zweiten Gruppe würden viele lieber mehr Stunden bei der Arbeit verbringen. Arbeitnehmende, die gern weniger arbeiten würden, schätzen ihren Gesundheitszustand schlechter ein als diejenigen, die mit ihrer Arbeitszeit zufrieden sind oder diese gerne verlängern möchten. Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit gerne kürzen würden, geben häufiger körperliche Beschwerden wie Rücken- oder Kreuzschmerzen, Schlafstörungen sowie Müdigkeit an. Außerdem sind sie seltener mit ihrer Work-Life-Balance und der Arbeit insgesamt zufrieden (BAuA).

Weniger zufrieden mit der eigenen Work-Life Balance sind auch Beschäftigte, die nach Feierabend erreichbar sein zu müssen oder sich dazu verpflichtet fühlen. Dies kann sich auch negativ auf die Partnerschaft auswirken, denn den Befragten fällt es oft schwerer nicht an die Arbeit zu denken und sich auf Freizeitaktivitäten zu konzentrieren (WSI).

Langfristig kann mangelnde Erholung eine ernste Gefahr für die Gesundheit und die berufliche Tätigkeit werden. Egal, wie unterschiedlich die Wege der Erholung sind, das Ziel ist immer gleich: die Rückgewinnung der verbrauchten Kräfte um volle Leistung auszuschöpfen – sowohl im Privatleben als auch im Beruf. Tipps für eine bessere Erholung hat das LIA.nrw in Richtig erholen – zufriedener arbeiten – gesünder leben. Erholung und Arbeit im Gleichgewicht. Ein Leitfaden für Beschäftigte. praxis 1“ zusammengefasst. Hilfe bei der Arbeitsorganisation bietet die Handlungshilfe „Kein Stress mit dem Stress“ für Betriebe. Nicht jede Situation lässt sich auf jeden Menschen und jedes Arbeitsfeld übertragen. Es gibt keine Patentlösung für alle, aber es gibt ein breites Feld an Möglichkeiten.

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