Inhaltsbereich
Presse
© svort - Fotolia.com

05.02.2019

Demografischer wandel

EU-Forschungsprojekt „sustAGE“ gestartet

Menschen in den Industrieländern werden immer älter, gleichzeitig wandeln sich berufliche Anforderungen: Flexibilität, Arbeiten unter Zeitdruck und lebenslanges Lernen werden verlangt. Diese Anforderungen können gerade für ältere Beschäftigte zur Herausforderung werden. Ziel des EU-Forschungsprojekts „sustAGE“ ist daher die Entwicklung eines personenzentrierten, digitalen Empfehlungssystems, das die kognitive, emotionale und körperliche Leistungsfähigkeit älterer Beschäftigter steigern soll.

Der demografische Wandel stellt Gesellschaft und Wirtschaft vor enorme Herausforderungen. Konzepte zum nachhaltigen Erhalt der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unerlässlich. Einen technischen Lösungsansatz will das von der Europäischen Union mit rund vier Millionen Euro geförderte Pilotprojekt „sustAGE“ liefern, das im Januar gestartet ist.

Ziel des internationalen Konsortiums aus Ingenieuren, Softwareentwicklern und Psychologen ist es, in den kommenden drei Jahren ein intelligentes System zu entwickeln, das auf Basis von beispielsweise Herzfrequenzmessungen oder Sprachanalysen personenzentrierte Rückmeldungen zur aktuellen Arbeitsbelastung gibt und gesundheitsförderliche Empfehlungen ausspricht. Auf diese Weise sollen alter(n)sgerechte Arbeitsumgebungen etabliert, die Gesundheit von Beschäftigten erhalten und somit einem frühen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben entgegengewirkt werden. Dabei liegt der Fokus auf den Branchen Logistik und Transport sowie Fertigungsindustrie, für die das neue sustAGE-System entwickelt und erprobt wird. Es sind Erhebungen und Testphasen mit Beschäftigten eines griechischen Hafens sowie mit Fließbandarbeitern in italienischen Produktionswerken im Bereich der Automobilindustrie geplant.

Quelle: IfADo - Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund