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14.05.2019

Fachkonferenz

Arbeitsintensivierung als betriebliches Handlungsfeld

Dr. Kai Seiler, Präsident des LIA.nrw, nahm gestern an der Fachkonferenz Arbeitsintensivierung teil und diskutierte auf dem Podium „Arbeitsintensivierung als betriebliches Handlungsfeld“.

„Arbeitsintensivierung ist ein Risiko für die Gesundheit von Beschäftigten“, betonte Dr. Seiler. „Aber wir brauchen eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema, da es sehr vielfältige Treiber für die Verdichtung von Arbeit gibt." Diese liegen häufig auf der organisatorischen Ebene und bei Geschäftsmodellen. Arbeitsintensivierung in den Betrieben wird allerdings auch durch allgemeine gesellschaftliche Veränderungen verstärkt. „Selbstoptimierung und Effizienzdenken machen vor dem Privatleben keinen Halt und Unternehmen können sich diese Bereitschaft zu Nutze machen“, so der Präsident des LIA.nrw.

Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.nrw) war bei der vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) veranstalteten Konferenz mit weiteren Beschäftigten vertreten. Im Panel 4 „Gesundheitskompetenz und Arbeitsgestaltung – für mehr Handlungssicherheit im Umgang mit hoher Arbeitsintensität“ diskutierten Emanuel Beerheide und Dr. Anne Goedicke, welche Gesundheits- und Gestaltungskompetenzen Beschäftigte im Umgang mit hoher Arbeitsintensität benötigen und wie in Betrieben gesundheitsförderliche Strukturen gestärkt werden können.