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12.06.2019

IAB

Homeoffice bietet Chancen und schafft Herausforderungen

Die Betriebs- und Beschäftigtenbefragung „Linked Personnel Panel (LPP)“ des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) befragt regelmäßig privatwirtschaftliche Betriebe mit mindestens 50 Beschäftigten und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Studie zeigt, dass die Zahl der Beschäftigten, die im Homeoffice arbeiten, leicht gestiegen ist: 2013 waren es 19 Prozent, 2017 bereits 22 Prozent. Unter Führungskräften ist Homeoffice weiter verbreitet als bei Personen ohne leitende Stellung.

Die erhöhte Flexibilität durch mobile Arbeit ist ein zweischneidiges Schwert: Während die eine Hälfte der Beschäftigten, die von zu Hause arbeitet, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als Vorteil sieht, berichten beinahe ebenso viele Befragte von Problemen bei der Trennung von Beruf und Privatleben.

Etwa zwei Drittel der Beschäftigten, die nicht von zu Hause aus arbeiten, lehnen diesen Arbeitsort grundsätzlich ab. Sie nennen als ausschlaggebende Gründe die fehlende Eignung der Tätigkeit, den Wunsch der Vorgesetzten nach Anwesenheit und den eigenen Wunsch nach einer Trennung von Beruf und Privatem.

Nach eigenen Angaben hat jeder neunte Beschäftigte trotz geeigneter Tätigkeit einen unerfüllten Homeoffice-Wunsch. Die Auswertung der Befragung ergibt, dass Beschäftigte mit unerfülltem Homeoffice-Wunsch unzufriedener sind als diejenigen, die zumindest gelegentlich während der Arbeitszeit von zu Hause arbeiten.