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27.02.2020

Hans-Böckler-Stiftung

Gleichstellung im Job  

In Puncto Bildung, Erwerbstätigkeit und soziale Absicherung haben Frauen in den vergangenen Jahren aufholen können. Aber es gibt weiterhin einige große Unterschiede, auch in der Arbeitswelt. Darauf geht der neue WSI-Report „Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland“ ein.

Der Report geht beispielsweise auf atypische Beschäftigungsverhältnisse ein: Mit 62 Prozent stellen Frauen den deutlich größeren Anteil an den ausschließlich im Minijob arbeitenden Beschäftigten dar. In den letzten 10 Jahren ist die Zahl der Frauen mit Minijob als einziger Erwerbsarbeit allerdings zurückgegangen.

Auch in der Sorgearbeit gibt es Unterschiede. Frauen in Deutschland sind nach der Arbeit deutlich häufiger als Männer zu erschöpft, um sich anschließend noch um private oder familiäre Angelegenheiten zu kümmern: Dies trifft fast auf jede zweite abhängig beschäftigte Frau (47 Prozent) zu, und auf mehr als ein Drittel der Männer (37 Prozent). Besonders ausgeprägt ist die Erschöpfung bei Frauen in Vollzeit, die zugleich noch Kinder zu betreuen haben oder Pflegeverantwortung übernehmen. Jede zehnte Arbeitnehmerin und jeder dreizehnte männliche Arbeitnehmer pflegen Angehörige. Im Durchschnitt wenden pflegende Frauen mehr Zeit für die Pflege auf als pflegende Männer.