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04.03.2020

BAuA

Nachtarbeit und ihre Folgen

In Deutschland arbeiten etwa zwei Prozent der abhängig Beschäftigten ausschließlich nachts. Diese Beschäftigten sind unzufriedener mit ihrer Work-Life-Balance und schätzen ihren Gesundheitszustand schlechter ein als andere Beschäftigte. Diese und weitere Ergebnisse enthält der neue baua: Bericht kompakt "Dauernachtarbeit in Deutschland. Arbeit gegen biologische und soziale Rhythmen" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Fast ein Drittel (31 Prozent) der Dauernachtarbeitenden arbeitet in Teilzeit. Diese scheinen die Nachtarbeit für ihre Vereinbarkeit zu nutzen - denn sie sind häufig zufriedener mit ihrer Work-Life-Balance als Vollzeit Dauernachtarbeitende. Nur etwa jeder zweite Beschäftigte in Dauernachtarbeit (51 Prozent) schätzt den eigenen allgemeinen Gesundheitszustand als gut bis sehr gut ein, während es bei allen abhängig Beschäftigten 62 Prozent sind. Dauernachtarbeit geht zudem häufig mit gesundheitlichen Beschwerden einher.

Gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse legen nahe, dass möglichst wenige Nachtschichten aufeinander folgen sollten. Auf eine solche Nachtschichtphase sollte sich eine möglichst lange Ruhephase anschließen. Ebenso sollten Arbeitszeiten in der Nacht möglichst kurz, planbar und für die Beschäftigten transparent sein. Freizeitausgleich sollte den Vorrang vor finanziellen Zuschlägen haben. Nachtarbeit sollte nur unter enger medizinischer Begleitung erfolgen.