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30.04.2021

Auftaktveranstaltung

BEMpsy-Projekt

Psychische Erkrankungen sind in der Arbeitswelt zentrale Ursachen steigender Fehlzeiten, Arbeitsunfähigkeit sowie Frühberentung. Das im Oktober 2020 gestartete Projekt BEMpsy will dieser Entwicklung entgegenwirken und dazu beitragen, die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit von Beschäftigten zu fördern, insbesondere von Menschen mit Schwerbehinderung und psychischen Erkrankungen.

Das Landesinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.nrw) unterstützt das Projekt als Kooperationspartner. Das LIA.nrw fungiert als Schnittstelle zur Landesinitiative Gesundheitsförderung und Prävention in Nordrhein-Westfalen und zu den Gremien zur Umsetzung des Präventionsgesetzes in Nordrhein-Westfalen und bringt die Erfahrungen aus der Mitwirkung bei der Offensive Psychische Gesundheit des Bundes ein.

In der Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 29. April 2021, wurden den rund 220 Teilnehmenden die Projektschritte vorgestellt: Zum einen werden derzeit Beschäftigte, Unternehmen und Netzwerke zu ihrem aktuellen Stand und Bedarf befragt, insbesondere auch hinsichtlich digitaler Unterstützungsangebote, zur erfolgreichen Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer psychischen Erkrankung. Zum anderen sollen in regionalen Lern- und Experimentierräumen digitale Tools entwickelt und erprobt werden.

In seinem Vortrag „Psychische Erkrankungen thematisieren – gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen gestalten“ betonte Dr. Peter Krauss-Hoffmann vom LIA.nrw, dass auch der Arbeits- und Gesundheitsschutz diese Entwicklung, insbesondere im Lichte der Pandemie und die damit verbundenen psychosozialen Folgen, stärker als bisher in den Fokus nehmen muss.

„Das Projekt BEMpsy will dazu beitragen, dass es zukünftig erst gar nicht zu Vorurteilen, Stigmatisierungsprozessen und dem Entstehen einer ‚zweiten Krankheit‛ kommt. Wir freuen uns, dabei mitzuwirken und unsere Expertise im Arbeitsschutz und zu zielgruppenspezifischen Handlungshilfen und Ansprachekonzepten für kleine und mittlere Betriebe einzubringen“, so Dr. Krauss-Hoffmann.

Konkret plant das LIA.nrw eine digitale Antistigma-Veranstaltung in Nordrhein-Westfalen, im Juni 2021. Ein Schwerpunkt wird die Übertragbarkeit von bereits vorhandenen Good Practice-Beispielen auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU/KKU) sein.

Nähere Informationen zum BEMpsy-Projekt finden Sie auf der LIA-Webseite unter "Projekte, Kooperationen und Netzwerke" und auf der BEMPsy-Projektwebseite.

Inhaltliche Fragen zum Projekt beantwortet Lisa Binse aus der Fachgruppe Grundsatzfragen, Politikberatung und Arbeitsweltberichterstattung unter 0211 3101-1217 oder per E-Mail an lisa.binse@lia.nrw.de.