Presse
© svort - Fotolia.com

04.06.2021

DGUV

Branchenbild Hochbau

Der Fokus des neuen Branchenbilds des DGUV Risikoobservatoriums im IFA liegt auf dem Hochbau, welcher im Jahr 2019 mehr als 80 Prozent des Bauvolumens ausmachte. Die Zukunft der Branche prägen nach Einschätzung der befragten Präventionsfachleute zahlreiche Entwicklungen, welche für die Beschäftigten psychische und physische Belastungen bedeuten.

Sogenannte „Kombinationsbelastungen“ zeichnen den Hochbau besonders aus. Dazu zählen u. a. Muskel-Skelett-Belastungen durch schwere Gewichte, Zwangshaltungen und Schwingungen, gehörschädigender Lärm im Umgang mit Maschinen und Geräten sowie Hautschäden durch ultraviolette Sonnenstrahlung.Eine weitere Belastung für die Beschäftigten ist der große Wettbewerb unter den Hochbau-Unternehmen. Daraus resultieren u. a. Termin- und Zeitdruck, welchen ungefähr die Hälfte aller Betroffenen in der Baubranche als psychisch belastend wahrnehmen.

Die Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten im Hochbau beeinflussen auch Themen wie beispielsweise Vibrationen, Gefahrstoffe und interkulturelle Anforderungen. Der Anteil ausländischer Arbeitskräfte im Hochbau lag 2019 bei 30 Prozent. Sprachbarrieren und eine andere Sicherheitskultur können gesundes Arbeiten erschweren.

Der Arbeitsschutz kann mit zielgruppengeeigneten Informationsangeboten, die Bewusstsein und Verständnis für Gefährdungspotenziale schaffen, Abhilfe schaffen und Vorteile gelebter Prävention greifbar machen. Ausführliche Informationen sowie Beispiele und Ansatzpunkte für den Arbeitsschutz der nahen Zukunft finden Sie im ausführlichen Branchenbild.