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Tag des ersten Atombombentests

Radioaktive Spaltprodukte jahrzehntelang in der Umwelt nachweisbar

Am 16.07.1945 wurde in der Wüste von New Mexico in den USA die erste Kernwaffenexplosion herbeigeführt. Dieser sogenannte „Trinity-Test“ war ein Testlauf für den Einsatz der Kernwaffen im Krieg gegen Japan drei Wochen später. Auch wenn die Hauptzerstörungskraft der Bombe im Feuerball und der Druckwelle liegt, entstehen bei der Explosion zusätzlich langlebige radioaktive Spaltprodukte, die die Umgebung des Explosionsorts und auch weiter entfernte Orte durch atmosphärischen Transport kontaminieren können. Auch Jahrzehnte später konnte und kann man, zum Teil auch heute noch, Überreste der Spaltprodukte der in den 1950er bis 1970er Jahren durchgeführten Kernwaffentests in Umweltproben nachweisen

In der Umwelt finden sich radioaktive Isotope verschiedenen Ursprungs. Einige, wie Radon oder durch kosmische Strahlung entstandene Isotope, sind natürlichen Ursprungs. Andere haben ihren Ursprung in den Emissionen von  kerntechnischen Anlagen oder anderen Betrieben die mit radioaktiven Stoffen umgehen (z.B. Kliniken). Die Radioaktivität in der Umwelt und in der Umgebung von Kernkraftwerken wird regelmäßig überwacht um die Strahlenexposition der Bevölkerung einschätzen zu können und um für einen eventuellen Notfall vorbereitet zu sein. In Nordrhein-Westfalen ist die Strahlenmessstelle am Landesinstitut für Arbeitsgestaltung (LIA.nrw) eine von fünf  Messstellen, die für diese Überwachungen zuständig sind. Hier werden jährlich hunderte von Proben auf radioaktive Stoffe überprüft.

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