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21.07.2021

Reach

Erneute Konsultation zu PFAS

Deutschland will zusammen mit den Niederlande, Norwegen, Schweden und Dänemark bis zum 15. Juli 2022 einen Beschränkungsvorschlag zu per- und polyfluorierten Stoffen (PFAS) bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) einreichen. PFAS sind Chemikalien, die nur schwer abbaubar sind. Bei PFAS besteht die Gefahr, dass sie Grund-, Oberflächen- und Trinkwasser verunreinigen. Auch schädigende Wirkungen auf Mensch und Umwelt lassen sich nicht ausschließen.

Laut Absichtserklärung soll die Beschränkung für die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung aller PFAS in allen Verwendungsbereichen gelten. Von der Beschränkung betroffene Stakeholderinnen und Stakeholder können bis zum 19. September 2021 per Fragebogen Daten prüfen oder ergänzen. Die Befragung richtet sich vor allem an von der Beschränkung betroffene Industrieverbände und Unternehmen. Aber auch Unternehmen, die Alternativen zu PFAS herstellen oder Kenntnisse darüber haben, sind zur Teilnahme eingeladen. Die Bundesstelle für Chemikalien ist sehr daran interessiert, dass die veröffentlichten Informationen geprüft und Hinweise zu notwendigen Korrekturen oder Ergänzungen eingereicht werden.

Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten

Bereits 2020 hatten sich Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Dänemark darauf geeinigt, ein gemeinsames Dossier für einen umfassenden REACH-Beschränkungsvorschlag auszuarbeiten. Damit wollen sie die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung aller Per- und Polyfluoralkyl-Verbindungen (PFAS) in der Europäischen Union beschränken. Parallel zu ihrer Absichtserklärung veröffentlichten die Mitgliedstaaten Kurzzusammenfassungen der bisher von ihnen zusammengetragenen Informationen. Damit soll sichergestellt werden, dass die bereits vorhandenen Informationen die aktuelle Marktsituation möglichst gut abbilden und verbleibende Datenlücken geschlossen werden.