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14.09.2021

SOFI-Studie

Wie verändern sich Belastungen in der Arbeitswelt und welche Rolle spielt die Digitalisierung dabei?

Dieser Frage sind die Forscherinnnen und Forscher des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI) nachgegangen. Eine ihrer Erkenntnisse: Nicht die Digitalisierung an sich sei für Arbeitsbelastungen verantwortlich, sondern wie die neuen Technologien in den Betrieben umgesetzt werden. Eine steigende Arbeitsbelastungen gäbe es etwa, wenn digitale Abläufe und Arbeitsmittel schlecht gestaltet sind.

Eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden digitale Arbeitsalltag sei es deshalb, dass Führungskräfte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig aktiv in Planungsprozesse miteinbeziehen, die Arbeit gemeinsam gestalten sowie Unterstützung beim Umgang mit den neuen Technologien bieten. Dadurch erhöhe sich die Arbeitszufriedenheit, während die Arbeitsbelastungen verringern würden. Mitarbeiterinnen würden die Arbeit außerdem als weniger gesundheitsgefährdend einschätzten, so Hinrich Gehrken, Mitautor der Studie.

Praxishilfen für einen gesunden Arbeitsalltag

Um Beschäftige in die Mitgestaltung von Arbeitsbedingungen einzubinden und effektiv mit möglichen Belastungsituationen im Betrieb umzugehen, eignet sich zum Beispiel die Methode der moderierten Gruppendiskussion (LIA.praxis „Besprechungen kreativ nutzen. Arbeit gesund gestalten mit der Methode der moderierten Gruppendiskussion.“).

Geht es konkret um Veränderungen, wie die Einführung einer neuen Software, die Neuorganisation eines Teams, bis hin zum Standortwechsel, bietet die LIA.nrw Publikation „Betriebliche Veränderungen gestalten. Handlungshilfe für eine gesunde und erfolgreiche Umsetzung. (praxis 5) Unterstützung bei der postiven Gestaltung des Veränderungsprozess. Sie setzt sich aus vier Bausteinen zusammen und wurde vor allem für Arbeitgebende in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Personalvertretungen und Human Ressources entwickelt.