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Zahl des Monats Juli 2019 - Pedelecs

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Fahren so schnell wie der Wind ­─ das versprechen die herstellenden Firmen und Verkaufsprospekte für Pedelecs. Mit 25 km/h oder anders ausgedrückt sieben Metern pro Sekunde können sich Fahrerinnen und Fahrer damit maximal fortbewegen. In einer Sekunde schafft man es also, an einem kompletten Fußballtor vorbeizufahren. Wer mit einem „normalen“ Drahtesel unterwegs ist, bewegt sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 15 km/h deutlich langsamer fort, ungefähr vier Meter pro Sekunde.

2018 wurden in Deutschland 980.000 elektrisch unterstützte Fahrräder verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 36 Prozent1. Bei der großen Beliebtheit unterschätzen aber viele Menschen, wie schnell sie mit dem Pedelec tatsächlich unterwegs sind. Selbst wer „nur kurz“ einen Blick aufs Handy wirft, ist bei Höchstgeschwindigkeit somit mindestens für die Länge eines Fußballtores abgelenkt. Und auf diesen scheinbar kurzen sieben Metern können unterschiedliche Hindernisse lauern, beispielsweise ein abgebrochener Ast oder eine sich plötzlich öffnende Fahrertür eines PKWs. Die Wucht, mit der eine Radlerin oder ein Radler bei einem Zusammenstoß mit einer Autotür aufprallt, entspricht ungefähr einem freien Fall aus dem ersten Stock aus 2,5 Metern Höhe.

Eine kurze Unaufmerksamkeit kann also schwere Folgen haben. Obwohl es aktuell keine gesetzlich vorgeschriebene Helmpflicht gibt, ist das Tragen eines Helms sehr sinnvoll und eine gute Investition in die eigene Gesundheit. Denn ohne Kopfschutz geht ein Unfall im schlimmsten Fall tödlich aus. Inzwischen gibt es Modelle in vielen unterschiedlichen Farben, Designs und Größen, sodass jede und jeder einen Passenden finden kann.

Neben den Pedelecs werden demnächst weitere elektrisch unterstützte Fahrzeuge auf den Radwegen und Straßen unterwegs sein: so genannte E-Scooter. Anders als Pedelecs dürfen die Elektroroller maximal 20 km/h fahren. Für sie gibt es keine offizielle Helmpflicht, aber das Tragen eines Helms ist natürlich auch hier äußerst sinnvoll. Noch ein wichtiger Hinweis: E-Scooter ohne Zulassung dürfen genauso wie Hoverboards nicht im öffentlichen Raum gefahren werden, sondern nur auf privaten Grundstücken.

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