Karte: Radon Messpunkte in NRW
© Geologischer Dienst

Zentrale Radonstelle des Landes Nordrhein-Westfalen

Messprogramme

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat Messprogramme zu Radon in der Bodenluft und in der Innenraumluft von Gebäuden in Auftrag gegeben. Ziel ist es, eine präzisere Übersicht über das Vorkommen von Radon in Nordrhein-Westfalen zu bekommen.

Aktuelle Messprogramme

Messprogramm Innenraumluft 2021-2022

Die Ergebnisse zahlreicher Radonmessungen und geologischer Untersuchungen wurden durch das Bundesamt für Strahlenschutz in einem Rechenmodell zusammengefasst, der Radon-Prognose. Im Ergebnis zeigt die Radonprognosekarte für Nordrhein-Westfalen, dass die Wahrscheinlichkeit für Referenzwertüberschreitungen in Gebäuden überwiegend im mittleren Bereich liegt. Nur für drei Städte im Sauerland (Arnsberg, Sundern, Balve) besteht laut Prognose die Möglichkeit der Referenzwertüberschreitungen in mehr als zehn Prozent der Gebäude. In dieser Region ist das Vorkommen von hohen Radonwerten auf ein bestimmtes Gestein zurückzuführen, das nur stellenweise an der Erdoberfläche auftritt.

Um die Radon-Situation vor Ort beurteilen zu können, werden Messungen der Radonkonzentration in der Innenraumluft benötigt. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht es daher den Bürgerinnen und Bürgern in Gebieten mit erhöhten Radonvorkommen, einfach und kostenfrei Radonmessungen in Wohnräumen durchführen zu lassen.

Sie möchten an diesem Messprogramm teilnehmen?

Dann melden Sie sich bitte an, indem Sie das Anmeldeformular (bitte herunterladen und mit einem PDF-Reader öffnen) ausfüllen und am besten per E-Mail an radon@lia.nrw.de zurücksenden.

Alternativ können Sie uns das Formular aber auch ausgedruckt per Post zukommen lassen.

Wenn Sie weitere Adressen anmelden oder in mehreren Gebäuden messen wollen, füllen Sie das Formular bitte für jeden Standort separat aus.

Voraussetzung

  • Sie haben Interesse, zwei kleine Messgeräte für die Dauer eines Jahres in Ihren Wohnräumen aufzustellen.
  • Der Aufstellort muss in Nordrhein-Westfalen liegen.

Zeitraum der Anmeldung

Durch die rege Beteiligung von fast 2.000 Haushalten am Messprogramm stehen der Zentralen Radonstelle NRW inzwischen ausreichend Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Verfügung, um nach Abschluss der Messungen die Radon-Situation in den bekannten Gebieten mit erhöhten Radonvorkommen besser einschätzen zu können.

Die Anmeldung zum Messprogramm ist daher nur noch bis zum 15.04.2021 möglich.

Ablauf des Messprogramms

© Heimrich & Hannot GmbH

Ablauf des Messprogramms

Die Messung erfolgt mit sogenannten Radon-Exposimetern. Diese bekommen Sie nach der Anmeldung zusammen mit einer Messanleitung per Post zugeschickt.

Exposimeter benötigen für die Messung keinen Strom und arbeiten vollkommen geräuschlos. Die Messung beginnt, sobald Sie die Exposimeter aus ihrer Verpackung entnehmen und dauert zwölf Monate. Hinweise zu geeigneten Aufstellorten und sonstigen Hinweisen zur Messung können Sie der Messanleitung entnehmen.

Nach einem Jahr senden Sie die Exposimeter im beigelegten frankierten Rückumschlag wieder an die Zentrale Radonstelle des Landes Nordrhein-Westfalen zurück und erhalten einige Wochen später Ihr Messergebnis mitgeteilt.

Abgeschlossene Messprogramme

Abbildung: Messpunkte in Nordrhein-Westfalen, an denen die Aktivitätskonzentration von Radon in der Bodenluft bestimmt wurde.

© Geologischer Dienst NRW


Im Jahr 2019 wurde das erste landesweite Messprogramm zur Bestimmung der Aktivitätskonzentration von Radon in der Bodenluft gestartet. Durch ein engeres Netz von Messstellen in Nordrhein-Westfalen sollte eine valide Datenbasis zum Vorkommen von Radon in der Bodenluft geschaffen werden. Mit den Messungen und der Auswertung wurde der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen beauftragt. Zu den bereits vorhandenen rund 600 Messungen aus früheren Untersuchungen des Bundes und einzelner Gemeinden wurden 302 geeignete und repräsentative Messorte neu hinzugefügt. Diese wurden gleichmäßig über die gesamte Landesfläche verteilt.

Das Messprogramm wurde 2020 abgeschlossen. Mit den neuen Messwerten ist es möglich, die vom Bundesamt für Strahlenschutz berechnete Verteilung von Radon in Nordrhein-Westfalen zu überprüfen und zukünftige Prognosen zu verbessern.

© LIA.nrw

Abbildung: Ein passives Radon-Exposimeter (schwarze Dose mit weißer Banderole) zur Aktivitätsbestimmung in der Innenraumluft gemäß DIN EN ISO 11665-4 in Nordrhein-Westfalen.

Das Messprogramm zur Bestimmung der Radonaktivitätskonzentration in der Innenraumluft in Nordrhein-Westfalen wurde im Jahr 2019 gestartet. Es soll die bereits vorhandenen Daten ergänzen. Mit der Durchführung des Messprogramms wurde das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen beauftragt. 241 Gemeinden wurden, über alle 53 Kreise und kreisfreien Städte des Bundeslandes verteilt, als Messorte ausgewählt. In insgesamt 314 öffentlichen und 25 privaten Gebäuden wurden Radon-Exposimeter in Arbeits- und Aufenthaltsräumen im Keller- und Erdgeschoss aufgestellt. Die Messdauer an jedem Standort beträgt zwölf Monate. Mit ersten Ergebnissen wird im Frühjahr 2021 gerechnet.