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Zahl des Monats Januar 2021 – Moderierte Gruppendiskussion

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120 Minuten inklusive Pausen: Mehr Zeit sollte eine moderierte Gruppendiskussion zur Beurteilung der Arbeitsbedingungen nicht dauern. Die gewonnen Erkenntnisse können dazu beitragen, die Gesundheit der Beschäftigten und das Betriebsklima langfristig zu erhalten und zu verbessern.

Gesunde und sichere Arbeitsbedingungen sorgen dafür, dass Beschäftigte leistungsfähig und motiviert sind und reibungslos gearbeitet werden kann. Deshalb ist es wichtig, mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz rechtzeitig zu erkennen, zu reduzieren oder ganz zu vermeiden. Dafür muss allerdings erst einmal geklärt werden, wo die Probleme liegen. Genau hier setzt die moderierte Gruppendiskussion an. Sie hilft dabei, arbeitsbedingte Gefährdungen durch psychische Belastung im Betrieb zu erkennen und anzugehen.

Arbeitsbedingte Probleme gemeinsam besprechen und lösen

Bei der moderierten Gruppendiskussion betrachten Verantwortliche für den Arbeitsschutz gemeinsam mit den Beschäftigten systematisch die Arbeitssituation im Betrieb und erarbeiten Vorschläge zu deren Verbesserung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können ihre Arbeitssituation selbst am besten einschätzen und haben häufig schon Lösungsideen für Probleme parat.  Durch die Beteiligung aller wird außerdem gezeigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Betrieb geschätzt und anerkannt werden.

Ablauf einer moderierten Gruppendiskussion


Dauer:
90 - 120 Minuten
Teilnehmer:
Maximal 15 Personen
Vorgehensweise:
Geleitete Diskussion mit Leitfragen
Ziel:
Erkennen von arbeitsbedingte Gefährdungen durch psychische Belastung im Betrieb.
Anleitungen/Vorlagen:

Die moderierte Gruppendiskussion ist als Besprechung mit maximal 15 Personen gedacht. Eine Diskussion dauert etwa 90 bis 120 Minuten. Eine Moderatorin oder ein Moderator führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Diskussion durch die einzelnen Themen der Besprechung (z. B. Handlungsspielraum bei der Arbeit). Diese Aufgabe kann die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber  oder eine andere geeignete Person übernehmen. Wichtig ist, dass die Moderatorin bzw. der Moderator in der Lage ist, Diskussionen zielsicher und beteiligungsorientiert leiten zu können. Anhand von vorher festgelegten Leitfragen werden mögliche arbeitsbedingte psychische Belastungen besprochen. Einen Fragenkatalog, der sich an den eigenen Betrieb anpassen lässt, gibt es in der LIA.praxis Publikation „Besprechungen kreativ nutzen. Arbeit gesund gestalten mit der Methode der moderierten Gruppendiskussion.“ des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung (LIA.nrw).

Die moderierte Gruppendiskussion eignet sich vor allem für Klein- und Kleinstbetriebe aber auch für kleinere Einheiten in größeren Betrieben.