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26.08.2021

Befragung in der Bauwirtschaft

Schutz vor UV-Strahlung

Laut einer Umfrage der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) kennen 96 Prozent der befragten Beschäftigten die gesundheitlichen Gefährdungen von UV-Strahlung. Bei der praktischen Anwendung von Schutzmaßnahmen gibt es allerdings noch Probleme – z. B. durch mangelndes Wissen oder fehlende Routinen.

Technische und organisatorische Maßnahmen haben vor persönlichen Schutzmaßnahmen laut „TOP-Prinzip“ im Arbeitsschutz immer Vorrang. Jedoch stellen nur 21 Prozent der Betriebe und Unternehmen Sonnenschirme oder andere Überdachungen zur Verfügung. 85 Prozent der Befragten gaben an, Sonnenschutz bei Arbeiten im Freien wichtig zu finden. Jedoch nutzen nur 60 Prozent Sonnencremes und 15 Prozent tragen lange Arbeitskleidung. Viele Beschäftigte beklagen die fehlende Zeit zum Eincremen sowie Staub und Dreck, der nach dem Eincremen auf der Haut haften bleibt. Des Weiteren ist vielen unter der langen Kleidung zu heiß. Abhilfe können zum Beispiel spezielle Funktionsshirts mit UV-Schutz und kühlender Wirkung schaffen. Sie verringern gleichzeitig die einzucremenden Hautflächen und sparen somit Zeit.

  • Tätigkeiten an Arbeitsplätzen im Freien – wenn möglich – in den Schatten verlegen oder sie auf den (frühen) Morgen bzw. den (späten) Nachmittag verschieben, wenn die Sonnenstrahlung weniger stark ist.

  • Kopfhaut, Stirn, Ohren sowie Nase und Lippen „die Sonnenterrassen“ sind der Sonne stärker ausgesetzt. Ein Hut mit breiter Krempe und ein Nackenschutz (z. B. in Form eines leichten Tuchs) schützen diese Stellen.

  • Auch die Netzhaut des Auges sollte unbedingt vor UV-Strahlung geschützt werden. Was für die Haut der Lichtschutzfaktor ist, ist für das Auge der UV-Filter einer Sonnenbrille, siehe dazu LIA.tipp „Sonnenschutz – Augen auf beim Brillenkauf“.