Inhaltsbereich
Befragungsstudien
© kebox - Fotolia.com

Statistiken und Studien

Befragungsstudien

Befragungsstudien erfassen subjektives Wissen, Meinungen, Einstellungen und Verhalten von Menschen. Die befragten Beschäftigten werden als Expertinnen und Experten in eigener Sache gesehen, da sie am besten Auskunft über ihre Situation geben können. Auf Basis der Daten können Aussagen zu subjektiven Belastungssituationen in verschiedenen Tätigkeitsbereichen und zu gesundheitlichen Auswirkungen sowie zu individuellen Bewältigungsstrategien getroffen werden.

© LIA.nrw
Arbeitsbelastungen und deren Auswirkungen


Seit 1994 untersucht das LIA.nrw regelmäßig die allgemeine Situation am Arbeitsplatz von Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen mithilfe repräsentativer Befragungsstudien. Eine Ausnahme bilden zwei zusätzliche Befragungen, bei denen ein jeweiliger Untersuchungsschwerpunkt gesetzt wurde. Im Jahr 2010 wurden die Arbeitsbedingungen in NRW speziell aus Sicht türkischstämmiger Beschäftigter untersucht. Im Jahr 2011 lag der Fokus der repräsentativ Befragung auf dem Aspekt der Erholung.

Arbeitswelt im Wandel: Wo Flexibilität zur Belastung wird

Immer mehr Menschen arbeiten in atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Sie sind also z. B. in Teilzeit angestellt oder arbeiten auf Mini-Job-Basis. Besonders häufig betroffen sind Frauen. Dieser Wandel der Arbeitswelt bietet Unternehmen und Beschäftigten sowohl Chancen als auch Risiken. Die Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf diese veränderte Sachlage sowie weitere Antworten zur Situation Beschäftigter in NRW beleuchten die Ergebnisse der vom Landesinstitut für Arbeitsgestaltung (LIA.nrw) in Auftrag gegebenen Repräsentativbefragung "Gesunde Arbeit NRW 2014".

Atypische Beschäftigungsformen bedeuten für die Unternehmen u. a. einerseits Flexibilitätsoptionen und Kosteneinsparpotentiale und andererseits die Risiken unzureichender Bindung von Personal, sinkender Innovationsfähigkeit und den Verlust von betriebsspezifischem Wissen. Für Beschäftigte können sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern und gegebenenfalls den (Wieder-)Einstieg in eine reguläre Beschäftigung fördern, sie sind aber auch mit kurz-, mittel- und langfristigen Risiken verbunden. Dazu zählen u. a. niedrigere Entgelte, sinkende Beschäftigungsfähigkeit, gesundheitliche Risiken, fehlende Planbarkeit und Altersarmut.

Welche Belastungen und Beanspruchungen die Beschäftigten für sich am stärksten empfinden bzw. welche Folgen dies ihrer Einschätzung nach hat, beantwortet die aktuelle Ausgabe der LIA-Beschäftigtenbefragung "Gesunde Arbeit NRW 2014. Belastung - Auswirkung - Gestaltung - Bewältigung. Ergebnisse einer Repräsentativbefragung in NRW. transfer 5". Die Daten zeigen auch, dass das arbeitsbedingte, subjektive Belastungsniveau insgesamt mit kleinen Schwankungen auf einem relativ hohen Niveau verharrt.

Die Arbeitsschutzverwaltung NRW hat unter Mitwirkung der Vorgängerinstitution des LIA.nrw weitere statistische Darstellungen veröffentlicht, die teils auf Befragungen, teils auf vorhandenen Daten basieren. Diese Veröffentlichungen haben zum Teil einen von den neueren Befragungsstudien abweichenden Fokus.

- sortiert nach Erhebungsjahr

Jahr
Titel

2000

Arbeitwelt NRW 2000. Belastungsfaktoren - Bewältigungsformen - Arbeitszufriedenheit.
1996
Arbeit und Gesundheit in Nordrhein-Westfalen - Statusanalyse 96/97
1994
Statusanalyse 94/95 - Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz