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5MioLärm-01
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Zahl des Monats April 2017 - Lärmbelastung

5 Mio.

Geschätzte 5 Millionen Beschäftigte sind gehörgefährdendem Lärm am Arbeitsplatz ausgesetzt. Damit gehört Lärm zu den häufigsten physikalischen Belastungen am Arbeitsplatz. Dies bestätigen die Zahlen zu den anerkannten Berufskrankheiten in NRW: Die Lärmschwerhörigkeit steht dort unangefochten auf Platz eins.

Lärm ist unerwünschter Schall. Lärm kann störend sein, das Wohlbefinden einschränken und in Abhängigkeit von Lautstärke und Einwirkdauer krank machen. Häufig wird unterschätzt, wie stark unser Gehör im (Arbeits-) Alltag leidet. Es wird in erster Linie durch hohe, dauerhaft auftretende Schallintensitäten belastet und/oder geschädigt. Die durch Lärm verursachten Gehörschäden sind unheilbar. Meist ist es ein schleichender Prozess und kein plötzliches Knalltrauma, dass die Beschwerden auslöst. Nebenbei bemerkt: Unsere Haarzellen im Innenohr unterscheiden nicht zwischen Drucklufthammer und Musik – zu laut ist zu laut.

Aber nicht nur unser Sinnesorgan ist Leidtragender von zu hohen Geräuschpegeln, auch Erkrankungen des Herzkreislaufsystems und der Psyche können mit einer erhöhten Lärmbelastung und dadurch verursachten körperlichen Stressaktionen zusammenhängen und verstärkt werden: Bluthochdruck, schlechter Schlaf und Stimmbandreizungen sind mögliche Auswirkungen.

Es gibt heute viele Maßnahmen, die Belastung durch Störgeräusche deutlich zu reduzieren. Der persönliche Gehörschutz („Micky Mäuse“) ist wichtig, kommt aber erst an letzter Stelle, denn vorher müssen technische und organisatorische Schutzmaßnahmen eingesetzt werden. Beispielsweise können Geräuschpegel um bis zu 18 dB durch Abtrennungen im Raum (geräuschabsorbierende Schränke und Stellwände) oder das Ersetzen von Druckluft-Schraubern durch Dreh- bzw. Impulsschraubern reduziert werden.

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