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Strahlenschutzdienste_Proben_titel_3_Quartal
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Zahl des Monats August - Probenahme Strahlenschutz

83

Auch im August sind die Strahlenschutzexpertinnen und -experten des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.nrw) wieder mit ihrem Einsatzfahrzeug unterwegs. Um die Radioaktivität in der Umwelt zu überwachen, werden sie im dritten Quartal 2019 insgesamt 83 Probenahmen in der Umwelt vornehmen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus 32 Proben, die im Rahmen der Umweltüberwachung und 51 Proben, die im Rahmen der Überwachung der kerntechnischen Anlagen in der Nähe der jeweiligen Anlage, zu nehmen sind.

Umweltüberwachung

Die Strahlenmessstelle des LIA.nrw ist eine von fünf Messstellen in Nordrhein-Westfalen, die die Radioaktivität in der Umwelt überwachen. Radioaktive Stoffe können sich in verschiedensten Umweltbestandteilen ansammeln. Zur Kontrolle der Umweltradioaktivität  und dem Schutz der Bevölkerung werden im Labor des LIA.nrw deshalb jedes Jahr hunderte von Proben auf ihren Gehalt an Radionukliden untersucht.

Für das dritte Quartal 2019 sind insgesamt 32 Probennahmen geplant. Diese setzen sich überwiegend aus:

  • Boden- und Bewuchsproben (Gras, Futtermittel, Mais)
  • Trinkwasser
  • Klärschlamm/ Abwasser aus kommunalen Kläranlagen
  • Tannennadeln und Sedimenten
  • Lebensmitteln und
  • Kompost

zusammen.

Die Proben werden von den Beschäftigten der Strahlenmessstelle an verschiedenen Orten im Regierungsbezirk Düsseldorf entnommen und im Anschluss im Labor analysiert. Zusätzlich erfolgen weitere Probenahmen von anderen Institutionen des Strahlenschutzes und den Lebensmittelüberwachungsämtern und werden zur Strahlenmessstelle zur Analyse gebracht oder ihr zugesandt.

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Überwachung kerntechnischer Anlagen

Die kerntechnischen Anlagen in Nordrhein-Westfalen wie z. B. das Forschungszentrum Jülich oder der sich im sicheren Einschluss befindende Hochtemperaturreaktor in Hamm-Uentrop unterliegen einer strengen Überwachung. In diesem Zusammenhang überwacht die Strahlenmessstelle, ob die kerntechnische Anlage radioaktive Stoffe in die Umgebung abgegeben hat. Dazu nimmt die Strahlenmessstelle Proben aus der Umgebung, die im Anschluss in den Laboren des LIA.nrw gemessen werden. Mit der regelmäßigen Analyse der Proben soll die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für Strahlenexpositionen der Bevölkerung in der Umgebung kerntechnischer Anlagen überwacht werden.

Zu den Proben gehören unter anderem:

  • Milchproben zur Jod-131 Überwachung
  • pflanzliche Nahrungsmittel
  • Boden und
  • Grasproben

Weitere Proben, wie Regenwasser, Putzwasser oder Proben zur Abgasüberwachung, werden regelmäßig von den Betreibern kerntechnischer Anlagen angeliefert.

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