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Prävention

Coronavirus und Arbeitsschutz

Die Verbreitung des Coronavirus gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern sie bereitet auch zunehmend der Wirtschaft Sorgen. Der Arbeitsschutz hat die Aufgabe, Beschäftigte und Unternehmen zu schützen, deshalb haben wir  wichtige Informationen zusammengefasst.

Auch wenn der Krankheitsverlauf des neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) häufig relativ milde oder gar symptomfrei ist, zielen die intensiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes darauf, Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und damit die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Diese Zeit ist dringend nötig, um mehr Wissen über den bislang unbekannten Erreger zu erlangen, besonders gefährdete Personengruppen und Therapieoptionen zu identifizieren und baldmöglichst einen Impfschutz zu entwickeln.

  • Achten Sie auf eine gute Händehygiene: Waschen sie regelmäßig und gründlich Ihre Hände.
  • Halten Sie beim Husten oder Niesen größtmöglichen Abstand. Drehen Sie sich am besten weg, niesen und husten Sie in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch, das Sie danach entsorgen.
  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln.
  • Fassen Sie sich möglichst wenig ins Gesicht, um Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen.
  • Halten Sie Abstand zu Menschen, die sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden.
  • Regelmäßiges Lüften dient der Hygiene und fördert die Luftqualität, da in geschlossenen Räumen die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen kann.
  • Nur gesund zur Arbeit gehen. Sie helfen damit sich und schützen andere. Fieber, Husten und Atemnot können Anzeichen für eine Infektion mit dem Corona-Virus sein.

  • Aktuelle allgemeine Informationen finden Sie den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

  • Nur gesund zur Arbeit gehen. Sie helfen damit sich und schützen andere. Fieber, Husten und Atemnot können Anzeichen für eine Infektion mit dem Corona-Virus sein.
  • Achten Sie auf ausreichende Reinigung und Hygiene (Seife und Handtuchspender) im Betrieb und passen Sie wenn nötig die Reinigungsintervalle an. Besonders Gemeinschaftsräume und Sanitäreinrichtungen sind kritische Räume.
  • Für Beschäftigte, deren Tätigkeiten es erlauben von zu Hause zu arbeiten, sollten Arbeitgebende Möglichkeiten wie Telearbeit bzw. Homeoffice anbieten und gegebenenfalls die entsprechende Technik bereitstellen. 
  • Bei Büroarbeitsplätzen sollten freie Arbeitsplätze genutzt werden, um Mehrfachbelegungen von Räumen möglichst zu vermeiden bzw. die Abstände zu vergrößern.
  • Bei Produktionsarbeitsplätzen ist die Beachtung der Hygieneregeln umso wichtiger, wenn der Abstand zwischen den Beschäftigten nicht vergrößert werden kann.
  • Die mögliche Arbeitszeit sollte über einen größeren Zeitraum am Tag verteilt werden, um Kontakte zu vermeiden.
  • Dienstreisen und Meetings, die nicht zwingend notwendig sind, sollten verschoben oder  – wenn möglich – per Telefon-/Videokonferenz wahrgenommen werden.
  • Achten Sie darauf, dass auch in der Pause (z. B. in Kantinen) ausreichend Abstand gehalten werden kann. Mit einer Umstellung der Besteckentnahme aus Auslagen auf eine zentrale Ausgabe durch das Küchenpersonal können Sie Kontakte minimieren.

  • Merkblatt des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS): Covid-19 – Was können Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber aktuell tun? Regeln für Arbeitgeber (für den Arbeitsschutz)
  • Bußgeldkatalog: Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO)

  • Wenn Sie Kontakt zu einer Person mit laborbestätigter Corona-Infektion hatten, nehmen Sie bitte Kontakt mit dem für Ihren Wohnort zuständigen Gesundheitsamt auf.
  • Informieren Sie Ihren Arbeitgeber, aber bleiben Sie Ihrem Arbeitsplatz auf jeden Fall fern, bis das weitere Vorgehen durch das Gesundheitsamt festgelegt wurde.
  • Wenn Sie aus einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet zurückgekehrt sind, sprechen Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Arbeitgeber oder ihrer Arbeitgeberin ab.
  • Wenn Ihnen vom zuständigen Gesundheitsamt eine häusliche Quarantäne auferlegt oder empfohlen wird, beachten Sie dies unbedingt und informieren Ihren Arbeitgeber oder Ihre Arbeitgeberin. 

Während viele Unternehmen die Arbeit einstellen müssen, sind andere besonders beansprucht. Für alle Betriebe gelten die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes, das diverse Möglichkeiten zur Gestaltung der Arbeitszeit bietet. Darüber hinaus bietet das Arbeitszeitgesetz neben den Ausnahmen in besonderen Fällen (§§ 14,15 ArbZG) die Möglichkeit, Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz im Wege einer Allgemeinverfügung zu genehmigen. Das ist in NRW z. B. zur Zulässigkeit von Sonn- und Feiertagsarbeit und die Überschreitung der maximalen Höchstarbeitszeit in bestimmten Fällen bereits erfolgt. Da die Lage derzeit sehr dynamisch ist und Regelungen fortlaufend angepasst werden, wird empfohlen, sich auf den unten genannten Websites aktuell zu informieren. Bei allen Ausnahmeregelungen sollte den Beschäftigten ausreichende Pausen- und Erholungszeiten zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen

Branche / Berufszweig
 Publikationen / Hilfen
Baugewerbe
Bestattungen
Einsatzkräfte/Polizei/Rettungsdienst/nicht-medizinische Hilfeleistungsunternehmen
Handel/Kassenarbeitsplätze
Handel/Warenlogistik
Reinigungsgewerbe

*Die Liste wird stetig erweitert und stellt keine abschließende Auflistung aller Angebote dar.

KomNet Frage-Antwort-Dialoge zum Thema Corona