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Arbeitsschutz und Gesundheit

Gefahrstoffe

Tätigkeiten mit Gefahrstoffen werden an vielen Arbeitsplätzen durchgeführt. In der Gefahrenbetrachtung oftmals vernachlässigt werden die Möglichkeit der Entstehung und Freisetzung von gefährlichen Stoffen während der Tätigkeit, sowie der passive Umgang bei Lagerung, Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten. Eine vollständige Gefahrenkommunikation ist dementsprechend von zentraler Bedeutung, um Beschäftigte bestmöglich vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz zu schützen.

Ebenfalls unerlässlich für die Gefahrenkommunikation am Arbeitsplatz sind die ordnungsgemäße Einstufung und Kennzeichnung von gefährlichen Stoffen, sowie das Sicherheitsdatenblatt. Jeder Betrieb benötigt hierfür eine fachkundige Person, die bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung behilflich ist. Dies ist in aller Regel die Sicherheitsfachkraft und der/die zuständige Betriebsarzt/ärztin.

Die Dosis macht das Gift.
Stoffe werden durch Inhalation, Hautkontakt oder oral aufgenommen. Die Gefährlichkeit liegt dabei zum einen in den Eigenschaften des Stoffes, aber auch in der Dauer und Höhe der Exposition ("Die Dosis macht das Gift").

Viele Stoffe wirken sich unmittelbar auf die Gesundheit aus (akut giftige oder reizende Stoffe) , andere wiederum entfalten erst zu einem viel späteren Zeitpunkt ihre gesundheitsschädigende Wirkung (z. B. krebserregende oder erbgutverändernde Stoffe, aber auch Stoffe, die im Gewebe eingelagert und später freigesetzt werden).  

Jeder Arbeitgeber/jede Arbeitgeberin hat die in ihrem/seinem Betrieb verwendeten (und auch freigesetzten) Gefahrstoffe zu identifizieren. Anhand der ihr/ihm zur  Verfügung stehenden und zu beschaffenden Informationen (z. B. aus Sicherheitsdatenblättern oder Datenbanken) sind die von allen Stoffen, Gemischen oder Erzeugnissen ausgehenden Gefahren zu ermitteln. Die Ergebnisse sowie geeignete Schutzmaßnahmen zur Minimierung der Exposition sind in der Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren.

Aus den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung müssen die nötigen Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Dabei ist grundsätzlich folgende Rangfolge zu einzuhalten:

  • Substitution (d. h. Ersatz des Stoffes, falls möglich. Das Ergebnis der Substitutionsprüfung ist zu dokumentieren.)
  • Technische Schutzmaßnahmen (z. B. Geschlossenes System, Absaugung am Ort der Gefahrstofffreisetzung)
  • Organisatorische Schutzmaßnahmen (z. B. weniger Mitarbeiter einem Bereich einsetzen oder Einsatzzeiten kürzen)
  • Persönliche Schutzmaßnahmen (dies sollte erst als allerletzte Option zum Einsatz kommen, wenn die vorherigen Maßnahmen keinen hinreichenden Schutz der Beschäftigten bieten.)

Die Rangfolge dieser Maßnahmen wird abgekürzt als "S-T-O-P" bezeichnet.

Zur Erfassung von Expositionen bieten sich verschiedene Methoden an.
Beim "ambient monitoring" werden Gefahrstoffe in der Umgebung gemessen. Im Allgemeinen werden  Luftmessungen, seltener Wischproben oder Staubuntersuchungen durchgeführt. Damit  wird die in der Umgebung vorhandene  Menge eines Gefahrstoffes erfasst, nicht jedoch die vom Körper über Mund, Haut oder Atemwege tatsächlich aufgenommene Menge.

Dies wiederum ist durch ein "Biomonitoring" möglich. Hierzu werden die Gefahrstoffe oder deren Stoffwechselprodukte direkt im Blut oder Urin des betroffenen Menschen gemessen und somit die individuelle Exposition gegenüber diesem Stoff ermittelt.

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Kennzeichnung von gefährlichen Stoffen.

T_Gefahrstoffe_GHS08

GHS08 Gesundheitsgefahr

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Ebenfalls unerlässlich für die Gefahrenkommunikation am Arbeitsplatz sind die ordnungsgemäße Einstufung und Kennzeichnung von gefährlichen Stoffen, sowie das Sicherheitsdatenblatt. Jeder Betrieb benötigt hierfür eine fachkundige Person, die bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung behilflich ist. Dies ist in aller Regel die Sicherheitsfachkraft und der/die zuständige Betriebsarzt/ärztin.

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