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LIA.info Juli 2015
Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe unseres Newsletters LIA.info! Neben Neuigkeiten aus unserem Institut finden Sie in dieser Ausgabe interessante Informationen und Termine rund um das Themenfeld "Gesunde Arbeitsgestaltung".

Das LIA Redaktions-Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!

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Blickpunkt
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Zahl des Monats: 41%

Fast jede zweite Berufskrankheit (41%) in der Baubranche in NRW ist die Lärmschwerhörigkeit (274 Fälle im Jahr Stand 2013). In NRW sind knapp 100.000 Beschäftigte in der Baubranche tätig. Auch über alle Branchen hinweg zählt die Lärmschwerhörigkeit zu den am häufigsten anerkannten Berufskrankheiten und Lärm zu den häufigsten Gefährdungen am Arbeitsplatz. Lärm geht nicht nur auf die Ohren, sondern wirkt sich auch negativ auf Körper und Psyche aus – von Schlafstörungen, Konzentrationsmängeln und Leistungsminderung bis hin zum Herzinfarkt. Abseits des Arbeitsplatzes macht den Menschen in Deutschland „Verkehrslärm“ am meisten zu schaffen, gefolgt von „Nachbarschaftslärm“.

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Uni Wuppertal und LIA.nrw wollen enger zusammenarbeiten

Die zwischen der Bergischen Universität und dem LIA.nrw geplante Kooperation soll insbesondere im Zukunftsfeld „Arbeit und Gesundheit“ vorhandene Ressourcen durch gemeinsame Aktivitäten nachhaltig fördern. Unter anderem sollen durch den engeren Austausch gesellschaftlich dringliche Forschungsfragen formuliert und gemeinsam bearbeitet werden, beispielsweise in den Themenfeldern Betriebliches Gesundheitsmanagement, Psychosoziale Faktoren in der Arbeitswelt und Demografischer Wandel. Darüber hinaus soll der Zugang zu Praktika und praxisnahen Bachelor- und Masterarbeiten verbessert und durch Lehrveranstaltungen ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht werden.

Publikationen
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LIA.fakten
Arbeitsbelastungen bei Berufseinsteigern: Gesundheitsbewusstsein rechtzeitig fördern.

Die Schulzeit ist vorüber, bald beginnt die Ausbildung. Voller Elan wollen sich die Schulabgänger in die Arbeitswelt stürzen und ihr gelerntes Wissen in die Tat umsetzen. Jedoch kommen neben neuen Erfahrungen auch unerwartete Belastungen auf die jungen Erwerbstätigen zu. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der LIA.fakten, was es mit Arbeitsbelastungen bei Berufseinsteigern auf sich hat und welche Maßnahmen Betriebe zur Vermeidung ergreifen können.

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LIA.fakten
Die "Schattenseite" der Sonne: Aktinische Keratose und Stachelzellkrebs durch natürliche UV-Strahlung.

Sommerzeit - für viele heißt es nun "ab nach draußen und den Sonnenschein in vollen Zügen genießen." Immerhin spendet die Sonne uns nicht nur Wärme und Licht, sondern trägt auch zur Bildung von Vitamin D bei, welches unserem Knochenbau wie unserem Immunsystem zu gute kommt. Jedoch sollte man sich auch im Klaren sein, dass Zuviel von der Sonne zu verheerenden Schäden der Haut und damit zu aktinischer Keratose, einer Frühform von Hautkrebs, führen kann. Wie und wo es zur Keratose kommen kann, wie man sie erkennt und effektiv behandelt und was dabei der eigene Beruf hiermit zu tun haben könnte, erfahren Sie in der neuen Ausgabe der LIA.fakten.

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LIA.tipp
Der LIA Sommer tipp

Nicht nur beim Badeausflug, bei der Grillparty oder beim Public Viewing, sondern auch am Arbeitsplatz sollte man nicht vergessen, dass hochsommerliche Temperaturen und drückende Schwüle den Organismus belasten und dadurch zu Kreislaufproblemen und anderen Beschwerden führen können. Wer bei hohen Temperaturen arbeitet, leidet oft unter Beschwerden wie Kopfschmerzen, Ermattung und Ermüdung. Dadurch sinken Leistungsfähigkeit und Konzentration. Gerade in Büros, in denen es keine Klimaanlage gibt, begegnet man dieser Problematik häufig. Um den Sommer gesund und munter genießen zu können, haben wir für Sie wichtige Tipps rund um das Thema Sommerhitze im Büro zusammengestellt.

Termine
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"Zweiklassengesellschaft? Atypische Beschäftigung und Konsequenzen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit" - Jahrestagung des LIA.nrw

Das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.nrw) lädt zu diesem Thema am 01.10.2015 zu seiner Jahrestagung nach Köln ein. Der Anteil atypischer Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsmarkt hat in den letzten drei Jahrzehnten zugenommen. Dies ist nicht nur Folge von ökonomischen, sondern auch von individuellen Entwicklungen. So fordert der Markt von den Betrieben sowohl Flexibilität als auch stets gut ausgebildete Fachkräfte. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich wiederum eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei gleichzeitiger sozialer Absicherung. Für beide Seiten bietet diese Entwicklung also sowohl Chancen als auch Risiken. Doch was bedeutet diese Entwicklung für den betrieblichen Arbeitsschutz und die Sozialpolitik?

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Arbeitsschutz im Dialog –
10. Arbeitsschutzforum

Das 10. Arbeitsschutzforum findet vom 14.09. – 15.09.2015 in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund statt. Unter dem Motto „Zukunft der Arbeit – Arbeitsschutz der Zukunft“ wird die Fachkonferenz die Anforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt an die verschiedenen Akteure und Kooperationen im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz beleuchten.

Birte Cordes - GDA Psyche
Erfahrungsaustausch für Unternehmerinnen und Unternehmer zum Thema Arbeit und Psyche am 21. September 2015

Der Anstieg von Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühverrentungen, die auf psychische Belastungen zurückzuführen sind, ist alarmierend. Was können Sie tun, um gleichermaßen Ihr Unternehmen und Ihre Beschäftigten gesund zu halten? Wie sieht zum Beispiel eine Gefährungsbeurteilung aus, die psychische Belastungen einbezieht und damit dazu beiträgt, psychische Gefährdungen am Arbeitsplatz zu erkennen und mögliche Lösungsansätze auf den Weg zu bringen? Wie können Lösungsansätze für Belastungen durch Arbeitszeiten aussehen und wie können Sie sich vorbereiten für den Fall, dass schwere Unfälle, Gewalttaten oder schockierende Erlebnisse betriebliche Abläufe durchkreuzen? Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer von kleinen und mittleren Betrieben, die wir einladen, mit uns über Handlungsansätze für ihren Betrieb zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

A+A
A+A 2015

Vom 27.10. bis 30.10.2015 findet die Internationale Fachmesse für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Düsseldorf statt. Die Arbeitsschutzverwaltung NRW präsentiert sich auch in diesem Jahr wieder zusammen mit den Arbeitsschutzbehörden der Bundesländer auf dem Messestand des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI). Im Mittelpunkt des LASI Standes steht die Gefährdungsbeurteilung. Sie finden den LASI Stand im Treffpunkt Sicherheit in Halle 10.

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Aktionswoche zur Seelischen Gesundheit vom 10.10. bis 18.10.2015

Die Aktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Prävention und Früherkennung - eine gemeinsame Aufgabe." Ziel ist es, über psychische Krankheiten aufzuklären, Hilfs- und Therapieangebote aufzuzeigen. Ob in der eigenen Familie, im Freundeskreis oder im Arbeitsleben – jeder kennt Menschen, die von psychischen Erkrankungen betroffen sind. Als Auslöser für psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz spielt häufig das Thema Stress eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse einer Repräsentativbefragung des LIA.nrw zeigen, dass für die Beschäftigten in NRW vor allem psychische Belastungen wie hohe Verantwortung, Multitasking, hoher Zeitdruck, Vorschriften und Kontrolle und zu geringe Wertschätzung von Bedeutung sind. In der Broschüre „Erkrankungsrisiken durch arbeitsbedingte psychische Belastung" wird der gegenwärtige Stand des Wissens um die Zusammenhänge zwischen psychischen Belastungsfaktoren bei der Arbeit und Erkrankungsrisiken vorgestellt.

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19. Workshop „Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit“ – Call for Papers

Der 19. Workshop „Psychologie der Arbeitssicherheit und Gesundheit“ findet vom 18. bis 20. Mai 2016 an der Bergischen Universität in Wuppertal statt und wird gemeinsam vom Fachverband Psychologie für Arbeitssicherheit und Gesundheit (FV PASiG), dem Lehrstuhl für Arbeits- und Organsiationspsychologie der Bergischen Universität Wuppertal und dem LIA.nrw ausgerichtet. Im Mittelpunkt des 19. Workshop stehen die Themen:
- Arbeit 4.0 - Ist der Mensch noch Mittelpunkt?
- Forschung und Praxis durch interdisziplinäre Kooperation stärken
- Psychische Belastung und Beanspruchung - Defizit- oder Ressourcenorientierung?
- Fortschritte in der Arbeitssicherheit und Gesundheit
Dazu laden wir herzlich ein, bis zum 02.10.2015 Beiträge über das PASiG-Portal einzureichen. Angesprochen sind dabei die Menschen und Verantwortlichen, die sich in den einschlägigen Institutionen, in Unternehmen und in der Forschung mit den Themen Arbeitssicherheit und Gesundheit, gesundheits- und leistungsförderliche Arbeitsgestaltung oder gesunde Führung befassen.

Service
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„Nanorama Textil“ ist online

Für Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsbeauftragte und Beschäftigte, insbesondere Auszubildende der Textilbranche steht mit dem „Nanorama Textil“ ein kostenloses E-Learning Tool zum sicheren Arbeiten mit Nanomaterialien zur Verfügung.

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GDA Ideenwettbewerb –
„Psychische Belastungen erfolgreich meistern“

Sie haben eine gute Idee, wie Sie Ihre Beschäftigten vor arbeitsbedingten psychischen Belastungen schützen können? Sie haben einen Plan, wie Sie die psychische Gesundheit Ihrer Belegschaft nachhaltig stärken können? Das Arbeitsprogramm Psyche der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie hat einen Ideenwettbewerb ausgelobt. Gesucht werden kreative Praxisbeispiele, mit denen psychische Belastungen am Arbeitsplatz erfolgreich gemeistert werden können. Ausgewählte Ideen werden mit 4.000 Euro honoriert.

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Vorsicht beim Einsatz von Mückenspray und anderen Bioziden - Hotline des Landes hilft weiter

Ob Mückenspray, Desinfektionsmittel, Fliegenfänger, Mäuseköder oder Schimmelspray – es gibt zahlreiche sogenannte Biozide, die im Handel erhältlich sind. Während Pflanzenschutzmittel (Pestizide) unter Verschluss gehalten werden, sind die „Menschenschutzmittel“ (Biozide) mit einem Griff ins Regal zu haben. Dabei sind die Wirkstoffe oft identisch, werden als Biozide und als Pflanzenschutzmittel eingesetzt und sind von daher genauso reizend, sensibilisierend oder sogar giftig. Seit Anfang Juli gibt es die Hotline des Landes Nordrhein-Westfalen, die Bürgerinnen und Bürgern Beratung zu Bioziden anbietet. Wenn Sie den Verdacht haben, dass die Verpackung oder die Kennzeichnung nicht in Ordnung ist, können Sie diese Produkte bei der Hotline melden. Die Hotline ist unter der Rufnummer 0211/837-1924 von montags bis freitags zwischen 8:00 Uhr und 18:00 Uhr erreichbar.

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Ideenwettbewerb "Allianzen zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit bei gesundheitlicher Einschränkung"

Längere Lebensarbeitszeit und steigende Arbeitsintensität sind zwei Faktoren, die dazu beitragen, dass bei weitem nicht alle Erwerbstätigen das gesetzliche Renteneintrittsalter ohne gesundheitlich bedingte Brüche erreichen. Zugleich besteht angesichts des demografischen Wandels Einigkeit darüber, dass Phasen von Krankheit und/oder eingeschränkter Leistungsfähigkeit nicht zum dauerhaften Ausstieg aus dem Arbeitsmarkt führen sollen. Ein Ideenwettbewerb der Forschungsförderung der Hans-Böckler-Stiftung fragt: Wie können durch inner- und außerbetriebliche Allianzen die Rahmen- und Umsetzungsbedingungen verbessert werden, damit vorübergehend oder dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte ihr Arbeitsvermögen im Betrieb weiterhin wirtschaftlich sinnvoll einbringen können? Gesucht werden Ideen für Forschungsvorhaben, die sich mit dieser Frage auseinander setzen.

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Gutes Sehen im Büro - gute Arbeit am Bildschirm

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes verbringen etwa zwei Drittel der 25- bis 54-jährigen Beschäftigten in Deutschland täglich einen Teil ihrer Arbeitszeit vor dem Computer. Ist der Arbeitsplatz nicht an die individuellen Bedürfnisse des Beschäftigten angepasst, kann es zu Verspannungen und Schmerzen im Nacken sowie Sehbeschwerden wie ermüdeten Augen kommen. Mit der jetzt veröffentlichten Broschüre "Gutes Sehen im Büro. Brille und Bildschirm - perfekt aufeinander abgestimmt" gibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wichtige Tipps, um solchen Beschwerden vorzubeugen.

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Sicherer Umgang mit Gefahrstoffen

Chemische Risiken am Arbeitsplatz auch mit wenig Erfahrung beurteilen, das ermöglicht der GESTIS-Stoffmanager. Das kostenlose Internetangebot des Instituts für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung ist ein Instrument zur Gefährdungsbeurteilung bei chemischen Einwirkungen.

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unternehmensWert:Mensch
Neue Erstberatungen ab August

Nach einer erfolgreichen Modellphase startet das ESF-Förderprogramm unternehmensWert:Mensch ab August 2015 als bundesweites Angebot. Das Programm unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten dabei, eine zukunftsfähige, mitarbeiterorientierte Personalpolitik zu entwickeln und umzusetzen.

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Spieltipp "Safety"

Und zum Schluss noch ein Tipp für eine aktive "Memory" Spielpause

Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
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Redaktion: Gabriele Stehmann