LIA.nrw
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April 2017
Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe unseres Newsletters LIA.info! Neben Neuigkeiten aus unserem Institut finden Sie in dieser Ausgabe interessante Informationen und Termine rund um das Themenfeld "Gesunde Arbeitsgestaltung".

Das LIA Redaktions-Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!

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Blickpunkt
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Ernennung des neuen Präsidenten des LIA.nrw
Im Rahmen des Symposiums „Risikobeobachtung in der Arbeitswelt. Wo wir stehen und wo wir hin wollen“ am 29.03.2017 in Düsseldorf wurde der Leiter des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung NRW, Dr. Kai Seiler, durch Arbeitsminister Rainer Schmeltzer zum Präsidenten ernannt. „Unabdingbar für eine erfolgreichere Risikobeobachtung ist eine stärkere Kooperation der beobachtenden Institute und ein regelmäßiger Austausch der beteiligten Akteure aus Wissenschaft und Praxis. Die engere Zusammenarbeit verspricht Synergieeffekte und erfolgreichere Projekte, die auf lange Sicht den Beschäftigten zugutekommen“, sagte Dr. Kai Seiler in der Rede nach seiner Amtsernennung. Qualitätsstandards zu implementieren und weitere Kennzahlen in der risikoorientierten Überwachung zu sammeln und sinnbringend auszuwerten ist für den neuen Präsidenten von besonderer Bedeutung. Für die Zukunft des LIA.nrw sieht Dr. Kai Seiler großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit anderen im Feld der Risikobeobachtung tätigen Institute und in gemeinsamen Analysen der gesammelten Daten zur Arbeitswelt als Grundlage für eine effektive und proaktive Politikberatung.
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Zahl des Monats April - 5 Mio.
Geschätzte 5 Millionen Beschäftigte sind gehörgefährdendem Lärm am Arbeitsplatz ausgesetzt. Damit gehört Lärm zu den häufigsten physikalischen Belastungen am Arbeitsplatz. Dies bestätigen die Zahlen zu den anerkannten Berufskrankheiten in NRW: Die Lärmschwerhörigkeit steht dort unangefochten auf Platz eins.
Publikationen
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LIA.fakten - Lärm
Der Presslufthammer auf der Arbeit oder die nervige Musik-Beschallung durch die Sitznachbarn in der Bahn. Lärm hat viele Gesichter und wir können ihm im Alltag kaum entkommen. Das kann sich auf Dauer negativ auf Körper und Geist auswirken. Lärmschwerhörigkeit, Kopfschmerzen oder überhöhter Blutdruck sind nur einige Folgen, die durch Lärmbelastung auftreten können. LIA.fakten Lärm erklärt, ab wann Lärm gefährlich wird und was mögliche Schutzmaßnahmen sind.
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Kein Stress mit dem Stress - Handlungshilfe für das Gastgewerbe
Endlich in den wohlverdienten Urlaub starten. Was für viele Familien in den Osterferien Freizeit und Entspannung bedeutet, ist für die Beschäftigten und Unternehmerinnen und Unternehmer im Gastgewerbe vielfach die Hochsaison für Stress. Doch das muss nicht so sein. Wie reagieren Körper und Psyche auf Stress? Wie kann ich meine Beschäftigten und auch mich im Gastgewerbe vor Überlastung schützen? Wie vermeide ich Konflikte im Team oder mit Gästen? Fragen wie diese beantwortet die Handlungshilfe „Kein Stress mit dem Stress. Lösungen und Tipps für Betriebe im Gastgewerbe“ leicht verständlich und kompakt. Kurz-Checks in jedem Kapitel helfen herauszufinden, was bereits gut läuft und wo der Schuh im eigenen Betrieb noch drückt. Beispiele aus Unternehmen zeigen anschaulich, warum es sich lohnt, psychische Belastungen in Hotels, Restaurants und Cateringunternehmen in den Blick zu nehmen und wie andere aus der Branche diese Herausforderungen bereits erfolgreich gemeistert haben. Inhaberinnen oder Inhaber eines Betriebs können viel dazu beitragen, eine auf Dauer gesunde und leistungsbereite Belegschaft zu bilden, auf die sie sich verlassen können. Bei der Erstellung einer Handlungshilfe für betriebliche Gesundheitsförderung und Stressprävention hat das LIA.nrw im Rahmen des Projekts „psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“, kurz psyGA, mitgewirkt.
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LIA.tipps fürs Frühjahr
Anfang des Monats zeigte sich der Frühling bereits von seiner besten Seite. Aus vielen Gärten hörte man das Brummen der Rasenmäher, auf den Straßen das Klingeln der Fahrräder und von vielen Balkonen das Brutzeln der Grills. Fakt ist, dass trotz der großen Freude über die Strahlen und Wärme der Sonne die Sicherheit nicht zu kurz kommen darf. Das LIA.nrw hat für Sie Tipps zusammengestellt, damit Sie das Jahr unfallfrei überstehen können.
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IAG Report 1/2017 Erfolgsfaktoren für Arbeitsschutzunterweisungen – Identifikation und Messung
Arbeitsschutzunterweisungen sind in Deutschland ein bewährtes Instrument der betrieblichen Prävention. Es besteht – auch mit Blick auf neue Anforderungen der Arbeit 4.0 an die Prävention – ein hoher Bedarf an flächendeckender und wirksamer Unterweisung. Allerdings ist die Form der Unterweisung vom Gesetzgeber nicht festgelegt, um den Betrieben hier angemessenen Handlungsspielraum zu lassen. Doch welche Formen der Unterweisung sind erfolgsversprechend und effektiv? Diese Frage, die sich Praktikerinnen und Praktiker zu Recht stellen, beantwortet der IAG Report 1/2017.
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EU-OSHA ESENER-2 Folgestudie
Wie organisieren Betriebe die Beteiligung von Beschäftigten am betrieblichen Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagement? Gibt es formale Strukturen der Arbeitnehmervertretung, oder werden die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stattdessen direkter einbezogen? Aufschluss hierüber geben die Ergebnisse der qualitativen Studie der EU-OSHA zur Beteiligung und Anhörung von Beschäftigten im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, einer Folgestudie zur Unternehmenserhebung ESENER-2.
Termine
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Tag gegen Lärm
Die meisten Menschen wissen: Wer jahrelang ohne Gehörschutz neben einem Presslufthammer steht, der wird über kurz oder lang Probleme beim Hören bekommen. Doch die Wenigsten wissen, dass Alltaglärm, wie laute Musik oder der Straßen- und Schienenverkehr, auf Dauer negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Der Tag gegen Lärm am 26. April soll die Aufmerksamkeit auf diese oft unterschätze Gefahr und ihre Auswirkungen lenken.
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Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
Am 28. April 2017 findet der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz statt. Der Aktionstag wurde durch die International Labour Organisation (ILO) eingeführt, um sichere, gesunde und menschenwürdige Arbeit zu fördern. Weltweit sind Menschen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken durch ihre Arbeit ausgesetzt. Die ILO schätzt, dass jeden Tag etwa 6.000 Menschen durch arbeitsbedingte Unfälle oder Krankheiten sterben. Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sind deshalb ein Anliegen von Regierungen, Arbeitgebern, Arbeitnehmern und deren Familien.
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Sicherheitswissenschaftliches Kolloquium: Frühjahrsprogramm 2017
In regelmäßigen Abständen lädt das Institut ASER e.V zum Sicherheitswissenschaftlichen Kolloqium nach Wuppertal ein. Im Frühjahr stehen Themen wie "Mobile Informations- und Kommunikationstechnologie: Verwendungsformen und wissenschaftliche Erkenntnisse" oder "Arbeitsschutz, Betriebliches Gesundheitsmanagement und Eingliederungsmanagement, Organisationsentwicklung, Krankheitsprävention: Ansätze zum Schutz und zur Förderung der Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit im Vergleich" auf der Agenda.
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Tag der Pflege
Der „Internationale Tag der Pflege" am 12. Mai erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale (1820 - 1910), einer Pionierin der modernen Krankenpflege. Die Arbeit in der Altenpflege ist anstrengend. Sie ist geprägt durch schwere körperliche Arbeit und durch den Stress, viele Arbeiten in kurzer Zeit oder gleichzeitig erledigen zu müssen. Informationen, wie Belastungen in der Pflege reduziert werden können, finden Sie auf folgenden Seiten:
Birte Cordes - GDA Psyche
„Chefsache Mensch: …damit der Laden läuft.“ Erfahrungsaustausch für Unternehmerinnen und Unternehmer
Es ist alarmierend. Immer mehr Arbeitsunfähigkeitstage und Frühverrentungen sind auf psychische Belastungen zurückzuführen.Die Auseinandersetzung mit dem Thema psychische Belastungen lohnt sich für Arbeitgeberinnen bzw. Arbeitgeber und Führungskräfte. Was können sie tun, um gleichermaßen Unternehmen und Beschäftigte gesund zu halten? Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, die Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen und das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW laden ein zum regionalen Erfahrungsaustausch. Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmerinnen und Unternehmer von kleinen und mittleren Betrieben, um über Handlungsansätze zum Thema „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen" für ihren Betrieb zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.Die nächsten Veranstaltungen finden am 27. Juni in Bochum und am 17. Oktober in Düsseldorf statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Teilnahme ist kostenfrei.
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10 Jahre REACH: Bilanz und Ausblick
Am 1. Juni 2007 trat die REACH-Verordnung in Kraft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie der REACH-CLP-Biozid Helpdesk nehmen das zehnjährige Jubiläum zum Anlass, um eine Bilanz zu ziehen. Deshalb laden sie am 30. Juni 2017 zur Informationsveranstaltung "Ein Jahrzehnt REACH: Sekt oder Selters!" in die DASA Arbeitswelt Ausstellung nach Dortmund ein. Dabei betrachten und bewerten Vertreter der verschiedenen Akteure des europäischen Chemikalienrechts die Erfolge und Perspektiven der REACH-Verordnung.
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Jahrestagung LIA.nrw "Offene radioaktive Stoffe. Ein wichtiges Thema im Arbeitsschutz"
Die diesjährige Jahrestagung des LIA.nrw findet am 21. September in Düsseldorf statt. Der Einsatz von radioaktiven Stoffen bringt neben dem technischen und gesundheitlichen Nutzen, ein erhöhtes Gefährdungspotenzial mit sich und beschreibt somit ein besonderes Thema für den Arbeitsschutz. In Kooperation mit dem Fachverband für Strahlenschutz e.V., richtet sich die Veranstaltung an Strahlenschutzakteure aus Inkorporationsmessstellen, Aufsichts- und Genehmigungsbehörden, Sachverständige, ermächtigte Ärztinnen und Ärzte und Verantwortliche im Strahlenschutz.
Service
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Bewusst bewegen – auch im Job
Das Online-Tool „Bewusst bewegen – auch im Job“ lädt Beschäftigte ein, ihren eigenen Gestaltungspielraum in Beruf und Freizeit kennen und nutzen zu lernen. Im Fokus steht dabei der Arbeitsplatz: Ausstattung und Arbeitsorganisation, Betriebsklima und Arbeitsverhalten. Ein interaktiver Check „Rückenfit am Arbeitsplatz“ hilft, mögliche Belastungen von Rücken, Muskeln und Gelenken am Arbeitsplatz zu erkennen, das eigene Arbeitsverhalten zu reflektieren und motiviert, selbst aktiv zu werden. Das Besondere am neuen Webangebot: Es zeigt Beschäftigten nicht nur Wege auf, sich selbst zu helfen, sondern benennt auch konkrete Unterstützungsangebote und Ansprechpersonen innerhalb und außerhalb des Betriebs, bei denen sie sich Hilfe, Rat und Unterstützung bei Beschwerden holen können. Es ist ein Angebot der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA).
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Eichenprozessionsspinner
Die Raupe des Eichenprozessionsspinners stellt vor allem im Frühjahr (Mai/Juni) eine ernst zu nehmende Gefahr z. B. für Waldarbeiter, Beschäftigte der Grünflächenämter und der kommunalen Bauhöfe, aber auch für Spaziergänger oder Beschäftigte und Kinder in Waldkindergärten dar. Kurz gesagt, jeder, der sich in der Nähe von durch die Raupe befallenen Eichen aufhält, steht in Gefahr, mit den gesundheitsschädlichen Brennhärchen der Eichenprozessionsspinner-Raupe in Kontakt zu kommen. Typische Symptome nach Kontakt mit den Brennhaaren sind allergische Hautreaktionen, Bindehautentzündungen und Reizungen der Atemwege. In vielen Fällen treten sogar Fieber und Schwindelgefühl auf. Informationen zur Bekämpfung und zum sicheren Umgang mit der Raupe finden Sie im Merkblatt des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
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Gefährliche Gemische brauchen neue Etiketten
Ab 1. Juni 2017 dürfen gefährliche Stoffe und Gemische in Europa nur noch verkauft werden, wenn sie der CLP-Verordnung entsprechen. Darauf weist die Bundesstelle für Chemikalien bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hin. Die europäische CLP-Verordnung regelt die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von chemischen Stoffen und Gemischen. Mit dem Stichtag endet die letzte Übergangsregelung. Es dürfen nur noch Gemische wie beispielsweise Haushaltsreiniger, Lösemittel oder Bauchemikalien verkauft werden, die nach der CLP-Verordnung eingestuft und gekennzeichnet sind. Die neue Kennzeichnung lässt sich auf den ersten Blick an Farbe und Form der Piktogramme erkennen. Die CLP-Piktogramme sind rautenförmig mit einem schwarzen Symbol und rotem Rahmen. Sie ersetzen die nicht mehr zulässigen schwarzen Symbole auf orangenem Quadrat. Kunden sollten Produkte mit "alter" Kennzeichnung nach dem 1. Juni 2017 zurückweisen.
Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
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Redaktion: Gabriele Stehmann