LIA.nrw
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Februar 2019
Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe unseres Newsletters LIA.info. Neben Neuigkeiten aus unserem Institut finden Sie interessante Informationen und Termine rund um das Themenfeld „Gesunde Arbeitsgestaltung“.

Das LIA.nrw Redaktions-Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen.

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Blickpunkt
LIA.nrw
Zahl des Monats - 61%
Egal ob beruflich oder privat, mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland (61%) fühlt sich manchmal bis häufig gestresst. In der Arbeitswelt ist die Zahl der berichteten psychischen Belastungen seit Jahren hoch. Das unterstreichen auch die Ergebnisse der LIA.nrw Beschäftigtenbefragung 2016. Immerhin 66% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gaben an, sich im Arbeitsalltag durch Zeitdruck belastet zu fühlen. Erklären lässt sich diese hohe Belastung z. B. durch neue Formen und Rahmenbedingungen der Arbeit, zu denen auch die Digitalisierung der Arbeitswelt gehört.
KomNet
KomNet Dialog 28431
Eine App ersetzt nicht die ausgebildete Ersthelferin oder den ausgebildeten Ersthelfer. Auch auf Kleinbaustellen mit bis zu vier Beschäftigten - in wechselnden Gruppen - reicht es nicht aus, eine Erste-Hilfe App auf dem Handy der Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter zu installieren, um dafür auf die ausgebildete Ersthelferin bzw. den ausgebildeten Ersthelfer im Team zu verzichten. Eine App kann aber als nützliche Ergänzung zum Erst-Hilfe-Konzept zum Einsatz kommen.
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Gesund durch die Grippesaison
Die Grippesaison hat begonnen. Ende Januar bis Mitte März ist das Risiko für eine Ansteckung mit dem Influenza-Virus besonders hoch, das zeigen die Statistiken für Atemwegserkrankungen des Robert-Koch-Instituts. Auch der gemeine Schnupfen hat in diesen Monaten Hochkonjunktur. Die Erreger der Erkrankungen verbreiten sich mittels Tröpfcheninfektion, mit jedem Nieser oder Husten der Erkrankten. Einmal freigesetzt, finden sich die Krankmacher an Händen, Türgriffen, den Geräten in der Büroküche oder an anderen gemeinsam genutzten Arbeitsmitteln. Wir haben einige Tipps zusammengestellt, wie Sie sich und andere schützen können.
Publikationen
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LIA.fakten – Good Vibrations?! Unterschätztes Risiko von Vibrationen bei Lastenpedelecs
Um schneller in den Innenstädten voranzukommen, wird das Lastenpedelec als Alternative zum Firmenwagen immer beliebter. Was sich fortschrittlich und nach Arbeitserleichterung anhört, bringt den Beschäftigten allerdings nicht nur Vorteile. Oft wird zum Beispiel unterschätzt, dass beim Fahren Belastungen durch Hand-Arm- und Ganzkörper-Vibrationen entstehen können.
TobiasVollmer.de
Neu auf lia.nrw: Themenseite Chemikalien
Um den Schutz von Mensch und Umwelt zu gewährleisten, gibt es bei der Herstellung, Verwendung und dem Handel mit Chemikalien strenge Vorgaben. Dazu gehört die Kennzeichnung und Registrierung von Chemikalien, der richtige Umgang mit Biozidprodukten und der Umgang mit Chemikalien im Labor (Gute Laborpraxis). Die Vereinheitlichung von chemikalienrechtlichen Vorschriften in europaweit geltendes Recht hat dabei einen großen Beitrag für mehr Sicherheit geleistet - auch im Arbeitsschutz.
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Praxishilfen Gefährdungsbeurteilung
Um eine konsequente Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu erreichen, müssen die Arbeitsbedingungen auf mögliche Gefährdungen beurteilt werden. Nur wer die Gefahren im Betrieb kennt, kann die notwendigen und angemessenen Maßnahmen zur Sicherheit und Förderung des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten treffen. Mit der Gefährdungsbeurteilung legen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber einen wichtigen Grundstein zur Gesunderhaltung ihrer Beschäftigten und ihres Betriebes. Vier neue Praxishilfen vereinfachen das Festhalten der Ergebnisse. Die PDFs können an Laptop, Tablet oder Handy ausgefüllt werden und erleichtern so die notwendige Dokumentation.
Ralf Kewitz
Asbest im Haus? - (Sicher) Renovieren und Modernisieren.
Renovierungsarbeiten bringen fast immer Staub und Dreck mit sich, besonders, wenn mit Werkzeugen wie Winkelschleifer und Bohrhammer alten Fensterbänken oder Böden zu Leibe gerückt wird. In Gebäuden aus den 1970er Jahren und früheren Baudatums besteht zusätzlich die Gefahr, dass krebserzeugende Asbestfasern freigesetzt werden können, die sich dann in der Umgebung verteilen und eingeatmet werden können. Wer ein Gebäude renoviert, sollte deshalb vor Beginn der Arbeiten sorgfältig prüfen lassen, ob und wo Schadstoffe freigesetzt werden könnten. Das Merkblatt erklärt, wo möglicherweise Asbest im Haus zu finden ist und welche Maßnahmen helfen, sich und andere vor dieser Gefahr zu schützen.
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DGUV-Regeln für die (freiwillige) Feuerwehr
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat zwei Publikationen aus dem Feuerwehrbereich aktualisiert. Die Unfallverhütungsvorschrift (UVV) "Feuerwehren" wird durch die DGUV Vorschrift 49 abgelöst. Sie richtet sich speziell an ehrenamtliche Feuerwehren und enthält Informationen zu aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie neue Erkenntnisse und Entwicklungen in der Feuerwehrtechnik. Ebenfalls neu ist die DGUV Regel "Feuerwehren" (105-049), sie ersetzt die Durchführungsanweisungen der alten UVV.
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BAUA Web Doku "Staub von morgen"
Was sind Nanomaterialen, wo kommen Beschäftigte mit ihnen in Berührung und welche gesundheitlichen Risiken stecken in den winzigen Teilchen? Diesen Fragen geht die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) in einer neuen Web-Dokumentation auf den Grund. Mittels Texten, animierten Schaubildern und Videointerviews mit Forscherinnen und Forschern werden die Besucherinnen und Besucher der Seite an das Thema herangeführt und erfahren dabei, warum es wichtig ist, neue Werkstoffe gründlich zu erforschen, bevor sie zu Gefährdungen führen können.
Termine
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BAUA Seminar - Rechtsfragen des Arbeitsschutzes
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars erwartet ein Überblick über die rechtlichen Vorgaben und die Anwendung der einschlägigen Rechtsgrundlagen im Arbeitsschutz. Dabei wird anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag auf die arbeitsschutzrechtlichen Pflichten und die rechtlichen Folgen, die bei einer Nichtbeachtung auf die Beteiligten zukommen, eingegangen. Das Seminar findet vom 11. bis 13. Februar 2019 in Dortmund statt.
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65. GfA-Kongress „Arbeit interdisziplinär analysieren – bewerten – gestalten“
Beim diesjährigen Frühjahrskongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e. V. (GfA) geht es um die Rolle des Menschen in einer Arbeitswelt, die zunehmend flexibler und digitalisierter wird. Der Kongress findet vom 27. Februar bis 1. März 2019 in Dresden statt.
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WAI-Netzwerk Jahreskonferenz
Taten mit Daten für eine zukunftsfähige Arbeitsgestaltung, unter diesem Motto steht das diesjährige Netzwerktreffen des WAI-Netzwerks in Berlin. Vom 19. bis 20. März findet die Tagung, vom 21. bis 22. März ein Vertiefungsseminar statt. Dr. Kai Seiler, Präsident des LIA.nrw, wird am ersten Veranstaltungstag einen Fachvortrag zur Arbeitsweltberichterstattung halten.
BalanceGuard
Digitales Stressmonitoring und Betriebliches Gesundheitsmanagement
Ortsunabhängiges Arbeiten, Job-Sharing oder die Mail nach Feierabend - unsere Arbeitswelt wird immer schneller und flexibler. Können uns digitale Lösungen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) dabei helfen, die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern? Dieser Frage sind die Forschungs- und Praxispartner des BMBF-Verbundprojekts BalanceGuard auf den Grund gegangen. Ihre Ergebnisse und das entwickelte und erprobte webbasierte Assistenzsystem zum ganzheitlichen Stressmonitoring stellt das Projektteam am 21. März 2019 in Bochum vor.
Service
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EU-OSHA Online-Tool zur Gefährdungsbeurteilung für das Friseurhandwerk
Mit dem Online-Tool zur Gefährdungsbeurteilung (OiRA) der EU-OSHA können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus verschiedenen Branchen die Sicherheits- und Gesundheitsrisiken in ihrem Betrieb durchgehen. Jetzt wurde das Tool im Bereich Friseurhandwerk erweitert. Die Inhalte sind für verschiedene Branchen auf Englisch verfügbar. Eine Version, die speziell an die Arbeitsschutzvorgaben in Deutschland angepasst ist, gibt es zurzeit nicht.
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Bewerbungsphase für den Arbeitsschutzpreis 2019 läuft
Mit dem Arbeitsschutzpreis werden alle zwei Jahre Beschäftigte oder Unternehmen geehrt, die eine tolle Idee, ein Projekt oder bereits ein fertiges Produkt haben, das die tägliche Arbeit von Menschen sicherer und gesünder gestaltet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können ihre Vorschläge in fünf Kategorien einreichen. Neben strategischen, kulturellen, betrieblichen und persönlichen Lösungsansätzen für den Arbeitsschutz, gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal einen Preis für innovative Konzepte und Lösungen von Start-up-Unternehmen. Die Bewerbung für den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019 ist bis zum 1. März möglich. Die Übergabe der Preise findet auf der Fachmesse A+A im Herbst statt.
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BMAS - Das ändert sich im neuen Jahr
In der Jahresvorschau fasst das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zusammen, was sich 2019 im Bereich Arbeit und Soziales für Beschäftigte ändert. Im Abschnitt „Arbeitsrecht, Arbeitsschutz, Tarifautonomie, Mindestlohn“ wird unter anderem auf die Veränderungen durch das "Gesetz zur Weiterentwicklung des Teilzeitrechts - Einführung einer Brückenteilzeit" eingegangen. Das neue Gesetz stellt z. B. klar, dass Arbeitgebende die Wünsche ihrer Beschäftigten zur Änderung von Dauer und Lage der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit zu erörtern haben. 2016 hätten immerhin 58% der Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen ihre Arbeitszeiten gerne verkürzt, wie die Beschäftigtenbefragung 2016 ergab.
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EU-OSHA Länderberichte - Sicherheit und Gesundheitsschutz in KMUs in der EU
Die EU-OSHA hat die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts zu den Sicherheits- und Gesundheitsschutzregelungen in Kleinst- und Kleinunternehmen aus unterschiedlichen Wirtschaftszweigen und EU-Mitgliedstaaten veröffentlicht. Die Untersuchungen wurden in Deutschland, Belgien, Dänemark, Estland, Frankreich, Italien, Rumänien, Schweden und dem Vereinigtem Königreich durchgeführt. Neben einem Gesamtbericht des Projekts finden interessierte Leserinnen und Leser dort auch Teilberichte zu den Ergebnissen aus den Untersuchungen der einzelnen Länder.
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Stellenausschreibungen LIA.nrw
Die Zentralgruppe Z.4 "Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation" des LIA.nrw sucht Verstärkung: Ausgeschrieben ist eine Stelle als Sachbearbeitung mit dem Schwerpunktthema Veranstaltungsmanagement. Die Stelle ist unbefristet. Dienstort ist der Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen in Bochum.
Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
LIA INFO
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V.i.S.d.P.: Gabriele Stehmann
Redaktion: Gabriele Stehmann