LIA.nrw
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August 2019
Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe unseres Newsletters LIA.info. Neben Neuigkeiten aus unserem Institut finden Sie in dieser Ausgabe interessante Informationen und Termine rund um das Themenfeld "Gesunde Arbeitsgestaltung".

Das LIA.nrw Redaktions-Team wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen.

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Blickpunkt
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Sommerhitze
Das Wetter hat im vergangenen Monat einige Rekorde geknackt. Vielen Menschen fällt das Arbeiten bei heißen Temperaturen nicht unbedingt leichter. Wir vermuten, das waren nicht die letzten heißen Tage in diesem Sommer. Damit Sie bei der nächsten Hitzewelle (noch) besser gewappnet sind, einige Tipps: Deutlich mehr Mineralwasser oder verdünnte Säfte trinken, wenn möglich die Arbeit in die frühen Morgenstunden verlegen und die Haut mit Kleidung und Sonnencreme vor der Strahlung schützen.
Publikationen
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LIA.fakten – Strahlenmessstelle
Das LIA.nrw unterstützt die Ordnungsbehörden, wie Polizei und Feuerwehr, bei der nuklearen Nachsorge und auch bei der nuklearspezifischen Gefahrenabwehr. Ein nuklearer Nachsorgefall liegt zum Beispiel vor, wenn ein Lastkraftwagen mit radioaktiv kontaminiertem Schrott auf der Straße abgestellt oder wenn in einem Waldstück ein Behälter mit radioaktivem Abfall entdeckt wird. Im Jahr 2018 gab es 32 Einsätze. Aber auch ohne Notfall sind die Strahlenschutzexpertinnen und -experten des LIA.nrw mit ihrem Einsatzfahrzeug unterwegs. Um die Radioaktivität in der Umwelt zu überwachen, werden sie im dritten Quartal 2019 insgesamt 83 Proben nehmen.
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LIA.tipps – Sicher unterwegs mit dem Rad
Im Sommer nutzen mehr Menschen das Fahrrad – beispielsweise für den Weg zur Arbeit. Wer häufig lange Strecken fährt oder nicht so schnell ins Schwitzen kommen will, steigt heute häufig aufs Pedelec um. Egal, ob mit oder ohne elektrische Unterstützung: Einen Helm zu tragen, ist immer eine gute Idee. Was jeweils vor und beim Kauf des Helms und des Pedelecs beachtet werden sollte, erklären die beiden LIA.tipps.
LIA.nrw
LIA.praxis – Arbeitsschutz in Deutschland
Die Broschüre fasst alle wichtigen Informationen zum Thema Arbeitsschutz in Deutschland zusammen. Fragen wie „Wer hat welche Rechte und Pflichten?“ und „Was sind Gefährdungen und was ist eine Unterweisung?“ werden kurz und verständlich beantwortet. Neben Deutsch, Englisch, Polnisch, Rumänisch, Arabisch und Persisch ist die Publikation nun auch in Türkisch und Bulgarisch sowie in Leichter Sprache als PDF abruf- und als Druckversion bestellbar.
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MAGS – Bußgeldkatalog zum Chemikalienrecht
Der Bußgeldkatalog zum Chemikalienrecht des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen wurde aktualisiert. In der fünften Auflage steht, welche Strafen der Gesetzgeber vorgesehen hat, wenn gegen Bestimmungen verstoßen wird. Fehlen bei gefährlichen Produkten wie Rohrreinigern beispielsweise kindersichere Verschlüsse oder sind diese fehlerhaft, muss mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro gerechnet werden, sofern der Verschluss vorgeschrieben ist.
INQA
INQA – Trainingskonzept zur Arbeitszeitgestaltung
Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) hat ein Trainingskonzept und einen Leitfaden für Betriebe entwickelt, die den Schritt in Richtung Flexibilisierung wagen wollen. Damit die Interessen und Bedürfnisse der Beschäftigten und der Unternehmensleitung zum Zuge kommen, basiert das Konzept auf einem sozialpartnerschaftlichen Ansatz. Anwenden können das Trainingskonzept erfahrene Trainerinnen und Trainer, Beratende sowie Multiplikatoren. Die Zielgruppe sind Personalverantwortliche bzw. Betriebs- und Personalräte, die sich in der Praxis mit allgemeinen Fragen der Arbeitszeitgestaltung und Zielkonflikten in der Zeitgestaltung auseinandersetzen und an der Erarbeitung von Lösungswegen interessiert sind. Das Konzept ist sowohl für klassische Schulungen als auch für Inhouse-Trainings anwendbar.
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Praxisbeispiel – Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung
Der Verband der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen e. V. (METALL NRW) stellt im Artikel „Integration der psychischen Belastung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung in einem Arbeitgeberverband“ den im eigenen Haus durchgeführten Prozess der Gefährdungsbeurteilung psychische Belastung vor. Im Artikel werden die Vorgehensweise und die daraus resultierenden Handlungsschritte vorgestellt. Die Broschüre aus der Reihe „Leistung und Entgelt“ (L&E) mit weiteren Beiträgen zum Kompaktverfahren Psychische Belastung (KPB) kann kostenpflichtig bestellt werden.
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Arbeitsschutz im Homeoffice wirksam gestalten
Während in vielen Großkonzernen das Homeoffice ein fester Bestandteil im Arbeitsalltag ist, ist das Arbeiten von zu Hause für Beschäftigte in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) noch nicht weit verbreitet. Ein im Gesetz verankertes Recht auf Arbeit im Homeoffice gibt es in Deutschland bisher nicht, Beschäftigte sind auf den Kooperationswillen der Arbeitgebenden angewiesen. Die Beschäftigten des LIA.nrw Dr. Christina Wessels, Frauke Füsers und Dr. Peter Krauss-Hoffmann haben sich intensiv mit dem Thema Arbeit 4.0 auseinandergesetzt und zehn Impulse für Betriebliche Arbeitsschutzakteurinnen und -akteure zur Gestaltung der Arbeitsform „Homeoffice“ zusammengestellt. Die Impulse sollen dabei helfen, die Herausforderungen für den Arbeitsschutz im Homeoffice zu meistern.
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iga: Bewegte Arbeitswelt – Anregungen zur bewegungsförderlichen Arbeitsgestaltung
Menschen, die im Berufsalltag viel sitzen oder stehen, leiden oft unter Bewegungsmangel. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) führte in einem Betrieb verschiedene Maßnahmen durch, um die körperliche Aktivität zu fördern – zum Beispiel mit einem Pausenparcours und einem Bonusprogramm, das Bewegung belohnt. Die Ergebnisse sind in einem Wegweiser zusammengefasst, der sowohl Empfehlungen und Anregungen als auch Hintergrundinformationen zum Thema Bewegung während der Arbeit enthält.
Termine
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Tag der offenen Tür der Bundesregierung
Am 17. und 18. August öffnet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin zum 21. Mal seine Türen. Auch in diesem Jahr gibt es ein breites Informations- und Unterhaltungsangebot unter dem Motto „Mit vereinten Kräften“ auf dem Zietenplatz vor dem Ministerium. Das Bundeskanzleramt, die anderen Bundesministerien und das Bundespresseamt laden ebenfalls an diesem Wochenende zum Tag der offenen Tür ein.
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Tag der offenen Hochschulbibliothek
Am 4. September präsentiert sich die Hochschulbibliothek der Hochschule für Gesundheit (hsg Bochum) der Öffentlichkeit. Die Gäste können sich auf ein bunt gemischtes Programm freuen. Das LIA.nrw beteiligt sich von 13:00 bis 16:00 Uhr am Projektmarkt. Am Stand können sich Interessierte über die Themen Arbeitsschutz sowie Gesunde Arbeit informieren und KomNet, der Beratungsservice der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen, wird vorgestellt. Freiwillige können außerdem den Alterssimulationsanzug testen, und so dem Thema „gesünderes Arbeiten im demografischen Wandel“ hautnah kommen.
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Jahrestagung – Neue Ideen für mehr Gesundheit
Die gemeinsame Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) findet vom 16. bis zum 18. September in Düsseldorf statt. Auf der Agenda stehen unter anderem Prävention und Gesundheitsförderung, Digitalisierung sowie Arbeit und Gesundheit. Marianthi Neblik und Lena Kaun sind mit dem Vortrag „Individuelles Belastungs- und Beanspruchungsmonitoring im betrieblichen Kontext - Ergebnisse einer digitalen Tagebuchstudie im Projekt BalanceGuard“ für das LIA.nrw vor Ort.
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Zukunft Personal Europe
Die Messe „Zukunft Personal Europe“ in Köln feiert vom 17. bis 19. September ihr 20-jähriges Jubiläum. Besuchen Sie das LIA.nrw am Stand U.16 in Halle 2.1 . Wir informieren über Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Zukunft der Arbeit. Neben Mitmach-Aktionen zum Thema Diversity können Sie den fachlichen Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen suchen.
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11. VDSI-Forum NRW
Am 19. September findet in Wuppertal das 11. VDSI-Forum NRW statt. Das Forum beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema „Betrieblicher Wandel und Arbeitsschutz: Sicherheit und Gesundheitsschutz mitgestalten!“. VDSI-Mitglieder sowie weitere interessierte Fachleute haben die Möglichkeit, an einem überregionalen Erfahrungsaustausch teilzunehmen. Dr. Kai Seiler, Präsident des LIA.nrw, wird einen Vortrag zum Thema „(Permanente) Restrukturierungen in Unternehmen und Verwaltungen – ein unterschätztes Risiko für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit?“ halten. Die Veranstaltung ist kostenlos.
A+A
A+A 2019
Die größte internationale Arbeitsschutzmesse mit Kongress „A+A“ findet vom 5. bis 8. November in Düsseldorf statt. Vier Tage lang tauschen sich Teilnehmende und Fachleute in Diskussionsrunden und Fachvorträgen zu wirtschaftlichen Erkenntnissen und politischen Arbeitsschutzthemen aus und stellen sich der Frage, wie Betriebe dafür sorgen können, dass ihre Beschäftigten auch in Zukunft sicher und gesund arbeiten können. Auf dem Messestand (D52 in Halle 10) der Arbeitsschutzverwaltungen der Länder (LASI) können Besucherinnen und Besucher mit den Expertinnen und Experten der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen ins Gespräch kommen und Fragen stellen. Der Schwerpunkt des diesjährigen Gemeinschaftsstands liegt auf dem Thema Gefährdungsbeurteilung.
Service
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Deutscher Arbeitsschutzpreis 2019
Auf der Messe A+A wird am 5. November 2019 der Arbeitsschutzpreis verliehen. Nun stehen die 15 Nominierten fest. Es wurden jeweils drei Betriebe bzw. Projekte für die Kategorien „Strategisch, Betrieblich, Persönlich, Kulturell und Newcomer“ ausgewählt. Für den Publikumspreis kann online abgestimmt werden.
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Staub war gestern - Echte Profis arbeiten staubarm
Das Aktionsprogramm "Staubminimierung beim Bauen" arbeitet daran, dass in der Bauwirtschaft staubarme Technologien und Produkte selbstverständlich genutzt werden. Eine gute Nachricht: Staubarme Technologien werden immer stärker als Voraussetzung für professionelles Arbeiten gesehen. Hiermit lassen sich oft die Arbeitsplatzgrenzwerte auch ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen einhalten. Die gemeinsam von Sozialpartnern und der BG Bau erarbeiteten Branchenlösungen für einzelne Gewerke, etwa für Maler- und Lackier- sowie Abbrucharbeiten, zeigen den Unternehmen konkret auf, was an den jeweiligen Arbeitsplätzen zu tun ist. Ein neues E-Learning-Modul vermittelt Interessierten die wesentlichen Grundlagen zum Thema Staub, Staubminimierung und zu den erforderlichen Staubschutzmaßnahmen.
http://tobiasvollmer.de
Fachverband Strahlenschutz – 40 Jahre AKNIR
Der Arbeitskreis „Nichtionisierende Strahlung“ (AKNIR) des Fachverbandes für Strahlenschutz e.V. (FS) feiert sein 40-jähriges Bestehen. Der AKNIR hat die Hauptaufgabe, Leitfäden für die im Arbeitskreis fachlich abgedeckten Themengebiete zu erstellen (beispielsweise Sonnenstrahlung, Sichtbare und Infrarote Strahlung, Elektromagnetische Felder). Anlässlich dieses Jubiläums findet am 8. Oktober eine Sonderveranstaltung bei der BAuA in Dortmund statt. Neben den Mitgliedern sind ebenfalls Fachleute und Interessierte in Sachen Strahlenschutz eingeladen.
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Neuer Schnellcheck zur Arbeitssicherheit für Büro, Einzelhandel, Floristik
Sie sind zur bzw. zum Sicherheitsbeauftragten im Betrieb ernannt worden? Der Schnellcheck der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) hilft dabei, mögliche Gefährdungen zu erkennen – von ergonomischen Bedingungen über freie Verkehrswege bis hin zu Stolperfallen – und hält auch Lösungen bereit. Mit der Durchführung des Checks schaffen Sie eine gute Grundlage für die Gefährdungsbeurteilung.
KomNet
KomNet – Schon gewusst?
Für Menschen, die im Freien arbeiten, sind die hohen Temperaturen und die starke Sonnenstrahlung eine Belastung. Arbeitgebende müssen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung prüfen, welche Maßnahmen gegen Gefährdungen durch hohe Lufttemperaturen (und auch Gefährdung durch Sonneneinstrahlung) getroffen werden. Geeignete Maßnahmen können zum Beispiel regelmäßige Pausen in geschützten (beschatteten) Bereichen sein oder generelle Arbeitsunterbrechung während der heißesten Stunden des Tages.
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Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
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V.i.S.d.P.: Gabriele Stehmann
Redaktion: Gabriele Stehmann