www.lia.nrw.de
Mai 2020
Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei erhalten Sie die neue Ausgabe unseres Newsletters LIA.info.

Neben den Schwerpunktthemen Corona und Homeoffice haben wir uns dafür entschieden, auch über andere Themen der gesunden Arbeitsgestaltung zu informieren. Das LIA.nrw macht derzeit die Erfahrung, dass vermehrte Arbeit von zu Hause gar nicht so einfach ist. Vielen von Ihnen geht es bestimmt ähnlich: Teilweise spielen die Technik bzw. die Dienste der Internetanbieter nicht mit, die Kinder müssen beschäftigt werden und das Toilettenpapier geht zur Neige. Niemand von uns war auf eine solche Situation vorbereitet. Neben der großen Menge an Herausforderungen sollten wir die Lage aber auch als eine Chance sehen, Arbeitsprozesse zu hinterfragen und zu überdenken. Wir können sie nur bewältigen, wenn wir jetzt viel Verständnis und Solidarität füreinander aufbringen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen, bleiben Sie gesund.

Ihr Dr. Kai Seiler
archideaphoto - Fotolia.com
Blickpunkt
Thaut Images - stock.adobe.com
Coronavirus und Arbeitsschutz
Die Verbreitung von SARS-CoV-2 gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern sie bereitet auch zunehmend der Wirtschaft Sorgen. Der Arbeitsschutz hat die Aufgabe, Beschäftigte und Unternehmen zu schützen. Auf der Themenseite des LIA.nrw finden Sie daher allgemeine Informationen zum betrieblichen Umgang mit dem Coronavirus sowie eine Zusammenstellung von Handlungshilfen für unterschiedliche Branchen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht auf einer Sonderseite aktuelle Informationen sowie Fallzahlen zum Coronavirus. Des Weiteren hat die Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen eine zentrale Internetseite zum Thema Coronavirus eingerichtet, auf der alle Informationen der Landesregierung gebündelt werden. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat zusätzlich zum Arbeitsschutzgesetz weitere Arbeitsschutzstandards für das Arbeiten während der Corona-Pandemie erstellt.
robert - Fotolia.com
FAQ’s der BAuA zum Thema Arbeitsschutz und SARS-CoV-2
Im FAQ-Bereich der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, die den Arbeitsschutz und SARS-CoV-2 betreffen. Wer regelmäßig auf dem neuesten Stand zum beruflichen Umgang mit dem Virus sein möchte, kann außerdem die Themenseite mit aktuellen Informationen und Meldungen besuchen.
chagin - Fotolia.com
Informationsangebote der DGUV
Angesichts der aktuellen Lage stellt auch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) auf Ihrer Internetseite verschiedene Informationsangebote zur Verfügung. Das Faltblatt „10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung“ bietet Hilfestellungen für die zu treffenden Maßnahmen bei der weltweiten Verbreitung eines Krankheitserregers. Außerdem können Plakate mit Allgemeinen Schutzmaßnahmen vor einer Infektion gegenüber dem SARS-CoV-2 Virus kostenfrei bestellt werden. Das Plakat „Schutzmasken - Wo liegt der Unterschied“ zeigt die Unterschiede zwischen Mund-Nase-Schutz und Atemschutz-Maske auf.
vander - stock.adobe.com
Gesund und produktiv im Homeoffice
Homeoffice bietet viele Vorteile, wie beispielsweise eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben oder das Einsparen von Pendelzeiten. Das Arbeiten im Homeoffice bringt aber auch andere Herausforderungen als im Büro mit sich: Arbeiten ohne feste Struktur, weniger direkter Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen, andere räumliche Bedingungen und eine Vielzahl an privaten Ablenkungen können einen produktiven und gesunden Arbeitsalltag erschweren. Das LIA.nrw hat 10 Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre Arbeit erfolgreich und gesund von zu Hause aus erledigen können.
Kamzoom - adobe.stock.com
Gedankenexperiment
In einem Podcast der Tagesschau geht es um das Thema Homeoffice und Corona und wie dies unsere Arbeitswelt verändern könnte. Peter Heimann, Marketingleiter einer Bank, erzählt, welchen Herausforderungen er bei der Führung seines Teams von zuhause aus begegnet und Arbeitspsychologin Petra Schmid erklärt, unter welchen Umständen Homeoffice zu Einsamkeit führen kann. Welches Potenzial Videokonferenzen haben und ob wir zukünftig per Hologramm miteinander kommunizieren werden, erörtert der Technik-Experte und Firmengründer Jörg Weisflog. In der Podcast-Reihe „mal angenommen“ der Tagesschau thematisieren Korrespondenten aktuelle politische Angelegenheiten und gehen möglichen Konsequenzen, wenn bestimmte Ideen umgesetzt würden, auf den Grund.
Christian Müller - stock.adobe.com
Bewegungsmangel vorbeugen
Menschen, die im Berufsalltag viel sitzen oder stehen, leiden in Folge des Bewegungsmangels oft unter Beschwerden wie Verspannungen im Nacken oder Schmerzen in den Beinen und im unteren Rücken. Gerade jetzt, wo viele Beschäftigte im Homeoffice arbeiten, ist es besonders wichtig, für genügend Bewegung zu sorgen. Das LIA.nrw hat acht Übungen zusammengestellt, die sich gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Versuchen Sie zusätzlich nach Feierabend für Bewegung an der frischen Luft zu sorgen. Erledigen Sie z. B. Einkäufe oder unvermeidbare Besorgungen zu Fuß oder mit dem Rad. Dies tut nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche gut. Denn durch das Tageslicht aktiviert der Körper die Vitamin D-Ausschüttung, was wiederum auch die Produktion von Serotonin, dem sogenannten „Glückshormon“, ankurbelt.
Barmaliejus – Fotolia.com
Isolation gut überstehen
Viele Menschen verbringen nun schon mehrere Tage oder Wochen in Quarantäne oder Isolation. Damit einem dabei nicht "die Decke auf den Kopf fällt" und man psychisch, sozial und körperlich gesund bleibt, hat Prof. Mühlig von der Technischen Universität Chemnitz, zehn Tipps zusammengestellt. Der Inhaber der Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie empfiehlt, unter anderem einen Tagesrhythmus einzuhalten, Regeln für das Zusammenleben im Haushalt zu finden und soziale Kontakte über Internet und Telefon aufrechtzuerhalten.
vegefox.com - stock.adobe.com
PanPlan, RecoveryPlan und RABiT - Umfragetools zur Pandemie-Bewältigung
Die Institute für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitäten Düsseldorf und Mainz haben gemeinsam Umfragetools entwickelt, die Unternehmen dabei helfen sollen, sich auf Pandemie-Situationen vorzubereiten (PanPlan) und nach dem Ende der Pandemie den Betrieb wieder hochzufahren (RecoveryPlan). Mit „RABiT“ erhalten Betriebe Unterstützung bei der Gefährdungsbeurteilung bei Auslandsreisen. Reisetätigkeiten sind mit dem Geschäftsbetrieb verbunden und die Pandemie verläuft in den Regionen unterschiedlich. Die Online-Tools führen dabei mit Hilfe der Fragen durch die zu beachtenden Punkte. Am Ende können sich die Teilnehmenden eine PDF mit den Ergebnissen generieren lassen und alles dokumentieren. Die Teilnahme ist anonym und kostenfrei.
Service
Phatic-Photography - Fotolia.com
LIA.fakten Gefährdungsbeurteilung mit Fokus auf Stress und Co.
Nach mehr als 20 Jahren Arbeitsschutzgesetz scheint die Gefährdungsbeurteilung für viele Betriebe weiterhin eine große Herausforderung zu sein. Vor allem in Klein- und Kleinstbetrieben werden psychische Belastungsfaktoren nur selten in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt. Dabei haben kleine Unternehmen aufgrund ihrer betrieblichen Struktur häufig gute Voraussetzungen, um Gefährdungen erfolgreich erfassen und reduzieren zu können. Neben dem Faktenblatt hat das LIA.nrw auch eine Handlungshilfe für Betriebe zur Berücksichtigung psychischer Belastung in der Gefährdungsbeurteilung erstellt.
Kzenon - stock.adobe.com
Gute Arbeitswelt in Nordrhein-Westfalen
Auf der Internetseite „www.gute-arbeitswelt.nrw“ finden Betriebe, Beschäftigte und Multiplikatoren Informationen, Praxisbeispiele sowie aktuelle Meldungen und Termine rund um die Themen Faire Beschäftigung, Digitalisierung, Arbeitsschutz, Rechtliches und Mitbestimmung. Die Internetseite wird von der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) betrieben und in Kooperation mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landesinstitut für Arbeitsgestaltung (LIA.nrw) redaktionell betreut und gepflegt.
Robert Kneschke - adobe.stock.com
Mit starken Nachbarn zu einem gesunden Unternehmen
Herausforderungen wie z. B. der demografische Wandel verlangen eine veränderte Herangehensweise an die Arbeitsgestaltung, damit möglichst viele Beschäftigte das reguläre Renteneintrittsalter erreichen und auch danach weiterhin fit bleiben. Durch das INQA-Projekt „GeMit – Gesunder Mittelstand Deutschland“ wurde ein Leitfaden zur Gründung einer Betriebsnachbarschaft erstellt. So können auch Klein- und Kleinstunternehmen sowie mittelständische Unternehmen ohne große Ressourcen von Angeboten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements profitieren.
Gebi - Fotolia.com
Mit voller Kraft Muskel-Skelett-Erkrankungen vorbeugen
Unter dem Titel "Mit voller Kraft?" befasst sich die neue multimediale Web-Dokumentation der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) mit Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems. Sie stehen seit Jahren als Ursache für krankheitsbedingte Ausfalltage an erster Stelle. Die Web-Dokumentation klärt über Muskel-Skelett-Erkrankungen und mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz auf. Zugleich gibt sie Informationen, wie gute Arbeitsgestaltung und Verhaltensregeln diesen gesundheitlichen Beschwerden entgegenwirken können. Die Prävention arbeitsbedingter Muskel- und Skeletterkrankungen wird ebenfalls Mittelpunkt der Kampagne 2020 - 2022 der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) sein.
svort - Fotolia.com
LIA.nrw neuer Kooperationspartner der Fachzeitschrift „ergomed“
Ergomed ist eine Zeitschrift für Arbeitsmedizinische Praxis, angewandte Arbeitsmedizin und betriebliches Gesundheitsmanagement. Ab der Ausgabe 02/2020 beteiligt sich das LIA.nrw als Kooperationspartner mit regelmäßigen Beiträgen rund um Arbeitsschutz und gesunde Arbeitsgestaltung. Zum Auftakt berichtet Dr. Kai Seiler, Präsident des LIA.nrw, über seine Sicht auf die Zukunft der Arbeitswelt und der damit einhergehenden Aufgaben für den Arbeitsschutz. Zielgruppe sind Betriebs- und Werksärzte, Gesundheitsmanager, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Krankenschwestern, Krankenpfleger, Sanitäter, Arbeitshygieniker sowie arbeitsmedizinische Institutionen und Fortbildungsstätten.
misha_ru - Fotolia.com
Produktsicherheit: Alles nur Spielzeug?
Die Wasserpistole am Pool oder der Revolver vom Cowboykostüm: Spielzeuggeschosswaffen sind für Kinder gedacht und sollten deshalb eigentlich harmlos sein. Martin Nordhaus aus dem LIA.nrw hat mit anderen Experten das Gefahrenpotenzial verschiedener Geschossspielzeuge untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Spielzeuggeschosse Geschwindigkeiten über 100 km/h erreichen. Bei solchen Geschwindigkeiten können selbst weiche Geschosse aus Schaumstoff oder Plastikpfeile zu einer Gefahr werden. Dabei spielen auch die kinetische Energie und die Kontaktfläche beim Aufprall der Geschosse eine Rolle. Erst vor kurzem wurde in diesem Zusammenhang von Augenverletzungen berichtet.
Torsten Rauhut - adobe.stock.com
Der Eichenprozessionsspinner ist zurück
Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling aus der Familie der Zahnspinner. Ab dem dritten Larvenstadium (April/Mai/Juni) entwickeln die Schmetterlingsraupen giftige Brennhaare, die für den Menschen bei Kontakt gesundheitsschädlich sind. Die Raupe ist vor allem im Frühjahr eine ernstzunehmende Gefahr für Beschäftigte, die in Waldgebieten arbeiten, genauso wie für alle anderen Personen, die sich in betroffenen Gebieten aufhalten. Bei Kontakt treten häufig allergische Hautreaktionen, Bindehautentzündungen und Reizungen der Atemwege sowie Fieber und Schwindelgefühl auf.
Saltodemata - stock.adobe.com
Diversity-Wissen testen und gewinnen
Anlässlich des Deutschen Diversity Tages am 26.05.2020 startet das LIA.nrw ein Vielfalts-Quiz, bei dem Sie Ihr Wissen rund um das Thema Vielfalt in der Arbeitswelt testen können. Unter allen, die unsere drei Fragen richtig beantworten, verlosen wir einen vielfältigen, würzigen Hauptgewinn. Die Aktion beginnt am 14.05.2020. Die Gewinnerin oder den Gewinner geben wir am 26.05.2020 auf unserer Facebookseite bekannt.
Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
LIA INFO
IMPRESSUM
V.i.S.d.P.: Gabriele Stehmann
Redaktion: Gabriele Stehmann