Inhaltsbereich
LIA.nrw
© electriceye - Fotolia.com
A

ABAS

Ausschuss für Biologische Arbeitsstoffe

AGS

Ausschuss für Gefahrstoffe

Anamnese

Eine systematische Befragung, um den Gesundheitszustand einer Person zu erfahren. Sie wird von einer Ärztin bzw. einem Arzt oder einer anderen mit der Behandlung betrauten Person durchgeführt, um die aktuellen Beschwerden, die gesundheitliche Vorgeschichte, besondere Anfälligkeit für Erkrankungen, z. B. Allergien, die Lebensumstände und das genetische Risiko der Person zu erfassen.

Arbeitsanamnese

Umfasst nicht nur die einfachen Berufsbezeichnungen, sondern die genau ausgeübten Tätigkeiten, die Ausgangs-, Zwischen- und Endprodukte sowie auch mögliche Einflüsse aus der Arbeitsumgebung. Dabei kann es ratsam sein, die Belastungen am Arbeitsplatz unter Beteiligung von fachkundigen Personen im Betrieb (z. B. Betriebsärztin, Personalvertretung, Sicherheitsfachkraft) sorgfältig zu ermitteln.

Arbeitsschutzausschuss

Der Arbeitsschutzausschuss hat die Aufgabe, Anliegen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung zu beraten. Dieser Ausschuss setzt sich zusammen aus dem Arbeitgeber, Betriebsratsmitgliedern, Betriebsärzten, Fachkräften für Arbeitssicherheit und Sicherheitsbeauftragten. (ASiG, § 11)

ArbSchG

Das Arbeitsschutzgesetz ist ein deutsches Gesetz zur Umsetzung von EU-Richtlinien zum Arbeitsschutz. Seine vollständige Bezeichnung lautet: Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit.

ArbStättV

Arbeitsstättenverordnung der Bundesrepublik Deutschland

ArbZG

Arbeitszeitgesetz

Asbestose

Die Asbestose ist eine Krankheit der Lunge und gehört zu den so genannten Staublungenkrankheiten. Sie entsteht durch eingeatmeten Staub von Asbest.

Auslöseschwellen

Von den Expositionsgrenzwerten abgeleitete Werte, die einen gewissen Sicherheitsfaktor beinhalten und direkt durch Messungen am Arbeitsplatz überprüfbar sind.

B

BAT

Biologischer Arbeitsstoff-Toleranzwert

BAuA

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

BImSchV

Bundes-Immissionsschutzverordnung

D

DFG

Deutsche Forschungsgemeinschaft

E

Emphysem

Als Lungenemphysem wird eine irreversible Überblähung der kleinsten luftgefüllten Strukturen (Lungenbläschen, Alveolen) der Lunge bezeichnet.

EU-OSHA

Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

I

ICSMS

Das Internet-supported information and Communication System for the pan-European Market Surveillance of technical products (ICSMS) ist ein Instrument, mit dem Marktüberwachungsbehörden sowie Hersteller, Händler und Käufer technischer Produkte Informationen im Sinne des Arbeits- und Verbraucherschutzes und des fairen Wettbewerbs austauschen können.

IFA

Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung

INDIGHO

Das Projekt 'Innovation und demografischer Wandel im Gaststätten- und Hotelgewerbe' (INDIGHO) gibt Anstöße für alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung und lebenslauforientierte Personalarbeit im Gastgewerbe.

INQA

Die "Initiative Neue Qualität der Arbeit" wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ins Leben gerufen.

L

LASI

Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik

M

Mesotheliom

Das Mesotheliom ist ein diffus wachsender Tumor, welcher vor allem im Brustfell, dem Herzbeutel und dem Bauchfell vorkommt. Es kann allerdings auch an anderen Stellen auftreten.

Mobile Arbeit

Es gibt zurzeit keine Rechtsdefinition. Für diese Beschäftigten gilt die Arbeitsstättenverordnung nicht. Trotzdem bleibt die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber entsprechend des Arbeitsschutzgesetzes in der Pflicht, Gefährdungsbeurteilungen und Unterweisungen durchzuführen und erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen. Allerdings haben Beschäftigte eine erhöhte Eigenverantwortung und Mitwirkungspflicht, selbst auf die Einhaltung der Arbeits- und Gesundheitsvorschriften zu achten. Sozialversicherungsträger (Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungsträger und Krankenkassen) sowie Betriebs-/Personalräte, Betriebsärzte/innen, die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Arbeitgebenden sind die richtigen Ansprechpersonen bei Fragen zur Sicherheit und Gesundheit.

MTRA

Medizinisch-Technische/r Radiologieassistent/in

N

Normalarbeitsverhältnis

Unter einem Normalarbeitsverhältnis wird ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis verstanden, das in Vollzeit und unbefristet ausgeübt wird. Ein Normalarbeitnehmer arbeitet zudem direkt in dem Unternehmen, mit dem er einen Arbeitsvertrag hat. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Normalarbeitsverhältnis sind weiterhin voll in die sozialen Sicherungssysteme wie Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und Krankenversicherung integriert.

P

psyGA

Im Projekt 'Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt' (PsyGA) geht es einerseits um die Sensibilisierung von Zielgruppen und die Verbreitung guter Praxisbeispiele und andererseits um die Entwicklung neuer Strategien und Konzepte für kleine Unternehmen.

R

RAPEX

Das Rapid Exchange of Information System (RAPEX) ist ein Schnellwarnsystem der EU für den Verbraucherschutz.

repetitive Tätigkeiten

Von Menschen auszuführende Arbeitstätigkeiten mit einem relativ hohen Wiederholungsgrad.

Ruhezeit

Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben. (Arbeitszeitgesetz (ArbZG) § 5 Ruhezeit).

S

Silikose

Die Silikose oder „Quarzstaublunge“ wird durch das Einatmen von Feinstaub mit α-Quarz oder einer anderen kristallinen Modifikation des Siliciumdioxids hervorgerufen, die zu einer Lungenfibrose (Erkrankung des Lungengewebes) führt. Sie gehört zu den so genannten Staublungenkrankheiten.

SSB

Strahlenschutzbeauftragter

SSV

Strahlenschutzverantwortlicher

StrlSchV

Die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) ist eine deutsche Verordnung auf Grundlage des Gesetzes zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzgesetz (StrlSchuG)) vom 27.06.2017.

T

Telearbeit

Ist gesetzlich in der Arbeitsstättenverordnung definiert. Arbeitgebende richten im Privatbereich der Beschäftigten einen festen Bildschirmarbeitsplatz ein. Wöchentliche Arbeitszeit und genaue Bedingungen sind fest im Arbeitsvertrag oder in einer anderen Vereinbarung festgelegt. Es gilt die Arbeitsstättenverordnung (hier nur §§ 1,2, 3 und 6 und Anhang 6). Die oder der Arbeitgebende muss eine Unterweisung und eine Gefährdungsbeurteilung für den Arbeitsplatz zu Hause sicherstellen. Sozialversicherungsträger (Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungsträger und Krankenkassen) sowie Betriebs-/Personalräte, Betriebsärzte/innen, die Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Arbeitgebenden sind die richtigen Ansprechpersonen bei Fragen zur Sicherheit und Gesundheit.

V

Vertrauensarbeitszeit

Die Vertrauensarbeitszeit ist flexibles Arbeiten. Die Einführung von Vertrauensarbeitszeitmuss mit dem Betriebsrat abgestimmt sein. Auch in der Vertrauensarbeitszeit sind die Arbeitszeiten über acht Stunden aufgrund gesetzlicher Vorgaben aufzuzeichnen.