03.04.2026
DGUV Barometer Arbeitswelt
Wie gut sind deutsche Unternehmen auf Krisen vorbereitet?
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV) hat eine neue Ausgabe des „DGUV Barometer Arbeitswelt“ veröffentlicht – der thematische Fokus liegt in diesem Jahr auf der Krisenresilienz der in Deutschland ansässigen Unternehmen. Deutlich wird: Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit haben bei den Befragten einen hohen Stellenwert. 9 von 10 stimmten zu, dass Prävention Unternehmen und Einrichtungen stärkt und die Krisenfestigkeit des Standorts Deutschland erhöht.
Dabei dachten die Befragten insbesondere an konkrete Einzelmaßnahmen wie die Benennung und Qualifizierung von Ersthelfenden (94 Prozent), Brandschutzhelfenden (84 Prozent) und Sicherheitsbeauftragten (84 Prozent).
89 Prozent der Befragten gaben außerdem an, dass Präventionsmaßnahmen wie Notfallpläne oder Brandschutzvorkehrungen wichtig oder sehr wichtig seien, damit ihr Unternehmen für akute Krisenfälle gut gewappnet ist. Auch wenn große Einigkeit über die Bedeutung guter Vorbereitung herrscht, sehen viele Befragte noch Lücken in der tatsächlichen Umsetzung, je nach Krisenfall.
Am häufigsten halten die Beschäftigten ihr Unternehmen gut auf Pandemien (64 Prozent) sowie auf Brände oder Explosionen (60 Prozent) vorbereitet. Nur rund ein Drittel sieht das auch für Probleme wie beeinträchtigte Lieferketten, Gewaltereignisse, Naturkatastrophen oder langanhaltende Stromausfälle so.
Insgesamt liefert die Publikationen Ergebnisse
- zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage,
- zu Unfallrisiken und Belastungen am Arbeitsplatz,
- zur Prävention für sichere und gesund Arbeit,
- zur Krisenresilienz von Unternehmen und Einrichtungen,
- zur Prävention am Arbeitsplatz und
- zur Zukunft der Arbeitswelt.
Weitere Informationen finden Sie im Barometer.
Für die Publikation ließ die DGUV im Februar 2026 eine repräsentative bundesweite Befragung unter Erwerbstätigen in Deutschland durchführen. Die Antworten von 2.015 Erwerbstätigen (darunter 544 Führungskräfte und Unternehmerinnen bzw. Unternehmer) sollen Einblicke in aktuelle Herausforderungen von Unternehmen und Einrichtungen in unsicheren Zeiten und den Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in der Praxis geben. Die Publikation soll so die Zahlen und Daten zu Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten ergänzen.