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29.05.2026

Stressoren & Ressourcen

Psychisches Wohlbefinden in der neuen Arbeitswelt

Nichts ist so beständig wie der Wandel – auch im Arbeitsleben. Die Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) untersucht in ihrer neuen Veröffentlichung „Psyche und Gesundheit in der neuen Arbeitswelt“, wie sich die ändernden Rahmenbedingungen der Arbeitswelt auf das Wohlbefinden der Beschäftigten auswirken.

Dafür setzt sie den Fokus auf drei Bereiche, in denen sich die Anforderungen besonders prägnant verändert haben:

  • Digitalisierung,
  • Führung auf Distanz und
  • die Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort.

Immer mehr Beschäftigte begegnen diesen drei Faktoren in ihrem Arbeitsalltag – mit Auswirkungen auf ihr psychisches Wohlbefinden. Deswegen empfiehlt die Broschüre, psychische Faktoren bewusst zum Teil des Präventionshandelns zu machen, zum Beispiel in Form betrieblicher Gesundheitsförderung.

Um differenziert agieren zu können, gibt die Publikation eine wichtige Kategorisierung an die Hand: Die genannten Faktoren sind nicht automatisch negative Stressoren. Sie können sich – gezielt eingesetzt – auch positiv auf das psychische Wohlbefinden auswirken und eine wertvolle Ressource sein. So kann z. B. die Digitalisierung zwar Stress auslösen, wenn sie mit einer Informationsflut und ständiger Erreichbarkeit einhergeht, aber auch eine Ressource sein, wenn Tools ein örtlich flexibles Arbeiten ermöglichen.

Im Abschnitt „Ansätze für Prävention und BGF“ finden Betriebe Lesetipps und Handlungsansätze, um sich dieser Problematik anzunehmen. Hintergrundwissen bieten die Abschnitte „Theoretische Annahmen zur Entstehung psychischer Gefährdungen im Arbeitskontext“ und „Psyche als eine wichtige Variable im Präventionshandeln“.

Die Initiative Gesundheit und Arbeit

In der iga arbeiten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung zusammen, um arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen. Gemeinsam werden Präventionsansätze für die Arbeitswelt weiterentwickelt und vorhandene Methoden oder Erkenntnisse für die Praxis nutzbar gemacht. iga ist eine Kooperation des BKK Dachverbandes, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) und der Innungskrankenkassen (IKK).