Symbolbild Zahl des Monats: Links die Zahl 15. Auf der rechten Seite ein Icon mit zwei sich überlappenden Sprechblasen
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Zahl des Monats September 2022 – Moderierte Gruppendiskussion

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Die moderierte Gruppendiskussion ist eine strukturierte Methode, mit der mögliche arbeitsbedingte Gefährdungen durch psychische Belastungen im Betrieb erkannt und minimiert werden können. Eine Gruppe von ca. 15  Beschäftigten diskutiert dabei mit einer Moderatorin oder einem Moderator, die aus dem Kreis der Gruppe stammt,  anhand von Leitfragen, wo mögliche Gefährdungen liegen. Daraus werden dann gemeinsam Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation entwickelt und dokumentiert.

An einer moderierten Gruppendiskussion sollten möglichst alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt werden. Daher müssen ggf. mehrere Diskussionen in verschiedenen Gruppen durchgeführt werden. Die kleinen einzelnen Gruppen machen es einfacher alle zu Wort kommen zu lassen und eine gemeinsame Lösung zu finden. Besteht dafür die Möglichkeit, sollte bei der Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf geachtet werden, Beschäftigte mit gleichartigen Tätigkeiten zusammen in eine Diskussionsgruppe einzuteilen. Außerdem ist es wichtig, alle Arbeitsbereiche abzudecken und niemanden zu „vergessen“.

Ebenso ausschlaggebend wie eine gute Gruppengröße ist der geeignete Rahmen für die Diskussion. Sowohl die Umgebung, als auch die Moderation sollte es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern leicht machen, in einer vertrauensvollen Umgebung, offen über mögliche Probleme und Schwierigkeiten zu sprechen. Die moderierte Gruppendiskussion eignet sich deshalb vor allem für Klein- und Kleinstbetriebe oder auch für kleinere Einheiten in größeren Betrieben, in denen ein persönlicher Umgang und eine direkte Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Beschäftigten herrscht.  Wichtig ist es die Ergebnisse ernst zu nehmen und die Umsetzung der Maßnahmen sicher zu stellen.

Für  Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber hat die moderierte Gruppendiskussion mehrere Vorteile. Zum einen lässt sie sich mit geringem Kostenaufwand durchführen. Zum anderen trägt sie durch den Einbezug und die Wertschätzung der Beschäftigten und ihres Wissen, zu einer Verbesserung der Arbeits- bzw. Produktqualität sowie der Arbeitssituation und des Betriebsklimas bei.