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Strahlenschutz

Röntgeneinrichtungen im Mammographie-Screening

Das LIA.nrw ist die zuständige Behörde für die Erteilung von Genehmigungen für alle Röntgeneinrichtungen, die im Mammographie-Screening-Programm im Land Nordrhein-Westfalen eingesetzt werden. Dazu gehören auch Mammographieeinrichtungen in der Abklärungsdiagnostik einschließlich der Biopsie

Der/die Strahlenschutzverantwortliche hat die Genehmigung für den Betrieb dieser Röntgeneinrichtungen beim LIA.nrw zu beantragen. Im Mammographie-Screening-Programm ist dies der sog. "Programmverantwortliche Arzt".
Die Kassenärztlichen Vereinigungen bestellen für die Durchführung von Biopsien neben den Programmverantwortlichen Ärzten auch ermächtigte Ärzte oder Ärztinnen nach dem Bundesmantelvertrag Ärzte, Anlage 9.2. In diesen Fällen sind die ermächtigten Ärzte Strahlenschutzverantwortliche und müssen die Genehmigung für den Betrieb der Biopsieeinrichtung und für die Mammographieeinrichtung zur Übersichtsaufnahme nach der Vakuumstanzbiopsie beim LIA.nrw beantragen.

Für die Genehmigung ist eine Sachverständigenprüfung durch einen vom LIA.nrw hinzugezogenen Sachverständigen erforderlich. Sobald der Genehmigungsantrag durch den Strahlenschutzverantwortlichen vorliegt, erteilt das LIA.nrw den Auftrag zur Durchführung der Sachverständigenprüfung. Die Genehmigung ist auf 5 Jahre befristet. Die Genehmigung wird dem Referenzzentrum Münster als zuständiger Ärztlicher Stelle unmittelbar übersandt, damit diese die Freigabe für die Röntgeneinrichtung im Mammographie-Screening-Programm erteilen kann.

Für die in NRW betriebenen Röntgeneinrichtungen hat die Kooperationsgemeinschaft Mammographie das Referenzzentrum Münster errichtet. Das Referenzzentrum ist u. a. für die physikalisch-technische und medizinische Qualitätssicherung, die Evaluation der Screening-Einheiten und die wissenschaftliche Begleitung des Krebsfrüherkennungs-Programms verantwortlich.

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