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Strahlenschutz

Sachverständige nach § 4a RöV und § 66 Abs. 1 StrlSchV

Achtung: Geänderte Rechtslage

Das neue Strahlenschutzgesetz (StrlSchG)und die neue Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) sind vollständig zum 31.12.2018 in Kraft getreten. Die Inhalte des Themengebietes Strahlenschutz einschließlich der Anträge und Formulare im Strahlenschutz sind veraltet und werden zur Zeit überarbeitet.

Das LIA.nrw bestimmt als zuständige Einrichtung gemäß § 14 Landesorganisationsgesetz in Nordrhein-Westfalen Sachverständige für die technische Prüfung von Röntgeneinrichtungen nach § 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 einschließlich der Erteilung der Bescheinigung und für die Prüfung von Röntgeneinrichtungen und Störstrahlern nach § 18 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 sowie nach § 66 Abs.1 StrlSchV. Die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) ist eine deutsche Verordnung innerhalb des Atomrechts. Rechtsgrundlage ist § 54 Atomgesetz.

Ionisierende Strahlung kann z. B. durch Röntgenanlagen und Beschleuniger künstlich erzeugt werden. Um Beschäftigte, Patienten und Dritte vor den Schäden durch ionisierende Strahlung zu schützen, werden diese Anlagen durch Sachverständige vor Beginn des Betriebes als auch später in regelmäßigen Abständen einer Prüfung auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften hin unterzogen.

An einen Sachverständigen werden besondere Anforderungen hinsichtlich seiner Ausbildung, Berufserfahrung, Eignung, Einweisung in die Sachverständigentätigkeit, seines Umfangs an Prüftätigkeit und seiner sonstigen Voraussetzungen und Pflichten, insbesondere seiner messtechnischen Ausstattung, sowie seiner Zuverlässigkeit und Unparteilichkeit gestellt. Als Sachverständiger darf nur bestimmt werden, wer unabhängig ist von Personen, die an der Herstellung, am Vertrieb oder an der Instandhaltung von Röntgeneinrichtungen oder Störstrahlern beteiligt sind.

Zu den Aufgaben des LIA.nrw gehört auch die Aufsicht über die nach § 4a RöV und § 66 Abs. 1 StrlSchV im Land Nordrhein-Westfalen bestimmten Sachverständigen.